
WAGC 2026
Von WAGC-Teilnehmern zu echten Freunden: Team Austria feiert in Malaysia
Das Weltfinale der World Amateur Golfers Championship (WAGC) gibt Golfern und Golferinnen die Möglichkeit, in einem Umfeld wie bei einem professionellen Golfturnier, gegen die Konkurrenz aus aller Welt (über 40 Nationen sind am Start) anzutreten und findet bereits zum 28. Mal statt. Gespielt wird in Desaru Coast im malaysischen Bundesstaat Johor auf fünf unterschiedlichen Top-Golfplätzen.
Ausgespielt werden die WAGC-Weltmeistertitel in fünf unterschiedlichen Handicap-Klassen. Aus Österreich nehmen die fünf Final-Sieger – Michael Stockinger, Lukas Pigisch, Alexander Rauscher, Fabio Feltrini, Markus Hein – der Handicap-Gruppen A-E der Austrian Amateur Open 2026 teil. Neben dem WAGC-Weltfinale wird auch das World Amateur Golfers Invitational (WAGI) unter den gleichen Voraussetzungen ausgetragen. Qualifiziert sind hierfür Jan David und Susanne Moser der AAO-Handicap-Gruppen F und G. Weiters werden die Vorjahressieger der Austrian Amateur Open das Team Austria vervollständigen: Andreas Preining , Andreas Schneider sowie Thomas Deisenberger, welche aufgrund der politischen Situation im letztjährigen Austragungsort die Reise nicht antreten konnten, nehmen nun die Gelegenheit wahr und wollen bei den WAGI die bestmöglichen Platzierungen für das Team holen.
In beiden Wertungen werden auch Mannschaftswettbewerbe über vier Runden ausgetragen. Beim WAGC-Teambewerb kommen vier von fünf Ergebnisse pro Nation und Tag ins Klassement. Erstmalig wird es dieses Jahr auch eine Mixed-Wertung geben, bei der Susanne Moser und Andreas Preining das Team Austria bilden werden. Es zählen bei diesem Ereignis aber nicht nur Titel und Ergebnisse. Das Golfevent ist ein einzigartiges Erlebnis für Amateurgolfer und -golferinnen, die über den Turnierzeitraum eine große Gemeinschaft bilden und neue Kontakte zu unterschiedlichsten Kulturen knüpfen.
Nach einem Jahr Pause ist Österreich mit einem Paukenschlag auf die Bühne des World Amateur Golfers Championship zurückgekehrt. Jan David gewann beim 30. WAGC World Final an der Desaru Coast in Malaysia die WAGI-Division E, Thomas Deisenberger komplettierte als Dritter das österreichische Podium und gemeinsam holten die beiden als „Austria Team Friends“ zusätzlich den Sieg in der WAGI-Teamwertung. Mit Andreas Schneider auf Rang vier belegten die Österreicher sogar drei der ersten vier Plätze in dieser Division und Andreas holte zusätzlich den zweiten Platz in der Seniorenwertung. Auch in der WAGC-Wertung gab es Grund zum Jubeln: Alexander Rauscher spielte am Schlusstag eine brutto Par-Runde und stürmte damit noch auf den starken vierten Platz der Division C. Mehr als 650 Golferinnen und Golfer aus rund 50 Ländern waren zum Finale nach Johor gereist. Fünf Tage lang kämpfte Team Austria auf den Anlagen des Els Club, des Forest City Golf Resort und des Tanjong Puteri Golf & Resort gegen tropische Hitze, Wasserhindernisse und anspruchsvolle Plätze, mit einem Zusammenhalt, den alle Beteiligten als besonders hervorheben.
WAGC
In der WAGC-Nationenwertung, in die pro Tag die vier besten Ergebnisse einfließen, beendete Österreich das Turnier mit 1555 Schlägen auf Platz 27. Das stärkste Tagesergebnis gelang dem Team ausgerechnet am Schlusstag mit 295 Schlägen.
Den Glanzpunkt setzte dabei Alexander Rauscher. Der 24-Jährige steigerte sich über die ganze Woche hinweg und krönte sein Turnier am Finaltag mit einer herausragenden Runde am Legacy Course des Forest City Golf Resort. Mit netto 31 und 32 spielte er beide Platzhälften deutlich unter Par und brachte netto 63 ins Clubhaus, brutto eine glatte Par-Runde von 72. Damit katapultierte er sich vom geteilten achten auf den vierten Platz der Division C. Mit insgesamt 363 Netto-Schlägen fehlten ihm am Ende nur vier Schläge auf das Podest. „Mit meiner Even-Par-Runde am letzten Tag hätte ich nicht glücklicher heimfahren können“, strahlt Alexander. „Alles in allem war es ein unglaubliches Erlebnis, mit einer Österreich-Mannschaft, die jeden Tag mehr und mehr zusammengewachsen ist. Wir haben uns alle gemeinsam sehr für unsere Champions gefreut.“ Und er blickt bereits nach vorne: „Es ist wirklich eine tolle Turnierserie, und ich hoffe, dass die Austrian Amateur Open von Jahr zu Jahr weiter wächst.“
Michael Stockinger, der beim Welcome Dinner die rot-weiß-rote Fahne getragen hatte, kämpfte die Woche über mit einer Verkühlung und den schwierigen Grüns, zeigte aber immer wieder seine Klasse, etwa mit einem Eagle am Ocean Course. Zum Abschluss spielte er am Valley Course netto 83 und beendete die Division A mit 390 Netto-Schlägen auf dem geteilten 20. Platz, nur einen Schlag hinter Rang 19. „Golferisch gab es zwar mehr Tiefen als Höhen, aber auch richtig geile Schläge, an die ich mich noch lange erinnern werde“, zieht Michael Bilanz. Viel mehr als die Ergebnisse bleibt ihm aber das Gemeinschaftserlebnis in Erinnerung: „Wir waren als Team einfach genial unterwegs, haben uns von Tag eins an super verstanden und unglaublich viel gemeinsam gelacht.“ Besonders schätzte er es, mit Golfern aus 14 verschiedenen Nationen abzuschlagen. Sein Fazit: „Es ist ein absolutes Megaevent, für das es sich das ganze Jahr über lohnt mitzuspielen!“
Lukas Pigisch feierte in Malaysia seine ersten Birdies der Reise und spielte am dritten Tag mit netto 74 seine beste Runde. Mit insgesamt 415 Netto-Schlägen schloss der 21-Jährige die Division B auf Platz 24 ab. „Auch wenn ich nicht mein bestes Golf gespielt habe, war es wirklich cool, dass ich am Turnier teilnehmen konnte“, sagt Lukas. Begeistert haben ihn vor allem die Plätze, „optisch mega und sehr anspruchsvoll zu spielen“, und noch mehr die gemeinsame Zeit mit der Mannschaft: „Am meisten hat es mir an den Tagen gefallen, an denen wir als Team Österreich gemeinsam gespielt haben. Das war sicher das Highlight dieser Woche.“
Fabio Feltrini fand nach zähen Tagen am Finaltag am Plantation Course des Tanjong Puteri Golf & Resort zu seiner besten Form. Mit netto 35 auf den ersten neun Löchern, einen Schlag unter Par, legte er den Grundstein für eine netto 73, seine beste Runde der Woche. Damit machte er noch sechs Plätze gut und schloss die Division D mit 417 Netto-Schlägen auf Platz 25 ab. In Erinnerung bleibt ihm aber auch ein Erlebnis abseits der Scorekarte: „Das Highlight war ein Überfall von Affen, die das Essen aus dem Bag gestohlen haben.“ Vor allem aber ist Fabio stolz darauf, zu den wenigen gehört zu haben, die beim Weltfinale dabei sein durften.
Markus Hein zeigte über die Woche die wohl größte Steigerung im Team. Nach schwierigem Start mit netto 91 und 93 fand er ab der dritten Runde zu seinem Spiel und notierte zweimal netto 76, zuletzt am Finaltag am Classic Course des Forest City Golf Resort mit zwei ausgeglichenen Hälften von je netto 38. Ein Highlight war dabei ein Birdie am Par-4-Loch 10. Mit insgesamt 422 Netto-Schlägen schloss er die Division E auf dem geteilten 26. Platz ab, nachdem er nach zwei Tagen noch auf dem geteilten 39. Rang gelegen hatte. Die beiden Plätze in Forest City begeisterten ihn besonders: „Ganz ehrlich, es ist ein Traum, dass man dort als Amateur einmal spielen konnte.“ Noch mehr bleibt ihm aber das Miteinander in Erinnerung: „Der Zusammenhalt und der Spirit im Team waren, denke ich, einzigartig.“
WAGI
Die große Geschichte der Woche schrieb das Duo David/Deisenberger. Nach Platz zwei am ersten Tag übernahmen die beiden am zweiten Tag die Führung in der Teamwertung, mussten diese nach Runde drei kurzzeitig mit dem philippinischen Team Summit Pt PH teilen und setzten sich mit einer überragenden vierten Runde wieder an die Spitze. Am Finaltag ließen sie nichts mehr anbrennen: Thomas Deisenberger spielte am Classic Course des Forest City Golf Resort netto 70, Jan David steuerte eine 79 bei. Mit insgesamt 698 Schlägen gewannen sie die Teamwertung mit sieben Schlägen Vorsprung vor LeadsAgri PH (705) und Summit Pt PH (706).
Jan David war über die gesamte Woche das Gesicht des österreichischen Erfolgs und krönte sich zum Sieger der WAGI-Division E. Bemerkenswert ist schon sein Weg dorthin: Sein allererstes Golfturnier überhaupt spielte er erst im Mai, beim 9-Loch-Event der Austrian Amateur Open am Wienerberg. Nach dem Qualifikationsfinale in Fontana war er mit seinen Abschlägen so unzufrieden, dass ihn der Ehrgeiz packte. In den 20 Tagen bis zum Abflug fuhr er 14-mal auf den Golfplatz, in der letzten Woche stand er gemeinsam mit Thomas Deisenberger fast täglich unter Flutlicht auf der Range in Brunn und schlug Hunderte Bälle. „Ich wollte mich von einer besseren Seite zeigen und Österreich würdig vertreten“, erzählt Jan.
Die Generalprobe ging trotzdem daneben. Mit 109 Schlägen in der offiziellen Proberunde fühlte er sich an seine schwache Leistung in Fontana erinnert. Doch der ehemalige Handballprofi kannte diese Situation: „Beim Handball war es regelmäßig so, dass ich nach schlechtem Abschlusstraining Top-Leistungen und nach phänomenalen Abschlusstrainings Flop-Leistungen abgeliefert habe.“ Und genau so kam es. Vom ersten Turniertag an lag er an der Spitze, und mit jeder Runde wurde es besser. „Ich kam in einen Flow, meine Bälle flogen pro Schläger mindestens zehn bis 20 Meter weiter“, erzählt Jan. Er vermutete zunächst das Klima dahinter, bis ihn Teamkollege Michael Stockinger aufklärte: „Jan, ich glaub, dir ist einfach der Knopf aufgegangen und du triffst die Kugel sauberer.“
Den Höhepunkt erlebte er am vierten Tag am Legacy Course des Forest City Golf Resort: vier Birdies und eine Brutto-78, „eine Leistung, von der ich vor Malaysia nicht einmal zu träumen wagte“. Ein Schlag ist ihm besonders im Gedächtnis geblieben: 128 Meter zur Fahne bei leichtem Gegenwind. Wo er wenige Wochen zuvor noch ein Eisen 8 genommen hätte, schlug er das Pitching Wedge, zwei Meter hinter die Fahne. „Es war, als wäre ich im Rausch gewesen. Mein Kopf hat abgesehen vom Course Management komplett ausgeschaltet.“ Mit Runden von 64, 66, 73, 62 und 79 kam er auf insgesamt 344 Netto-Schläge und setzte sich mit zwei Schlägen Vorsprung gegen den Philippiner Manolo Besa durch.
Dass er bei aller Euphorie nie den Blick für das Team verlor, zeigt eine Episode vom Abendessen: Mehrmals wünschte er seinen Kolleg:innen von Herzen, am letzten Tag ebenso über sich hinauszuwachsen wie er. „Ich habe keinen Neid gespürt, im Gegenteil. Alle haben Thomas und mich bis über die Ziellinie gepusht.“ Was ihn neben dem Sportlichen am meisten beeindruckte, war das Teamgefüge: „Ich war in zehn Jahren Handball-Leistungssport auf vielen Auswärtsreisen, auch international in der European League, mit Teamkollegen, die vor der Reise viel mehr Berührungspunkte hatten als wir elf. Aber hier hat die Teamchemie gestimmt, als würden wir uns alle schon viel länger kennen.“ Als Jan und Thomas bei der Siegerehrung in Tracht und mit der Österreich-Fahne auf die Bühne stürmten, schloss sich für ihn ein Kreis: „Ein langer Weg, der im Mai bei meiner ersten Turnierteilnahme überhaupt begann und jetzt ein fulminantes Ende genommen hat.“
Thomas Deisenberger war der verlässliche Partner an Jans Seite und belohnte sich mit Platz drei in der WAGI-Division E. Dass die beiden überhaupt gemeinsam in Malaysia antraten, ist sein Verdienst: Nach seinem eigenen Finalsieg bei den Austrian Amateur Open im Vorjahr überredete er Jan, heuer selbst anzutreten. „Die WAGI-Teamwertung war von Anfang an unser großes gemeinsames Ziel.“ Der Plan ging auf, obwohl ihn an den ersten beiden Tagen Fieber ausbremste. „Sonst wäre es im Einzel vielleicht noch einmal eng geworden. Mit Platz drei bin ich trotzdem sehr zufrieden.“ Jan rechnet ihm das hoch an: „Thomas hat am Anfang der Woche seine Gesundheit hinten angestellt und fürs Team gespielt, ohne dass ich das erwartet oder ihn gar gedrängt hätte. Er war die ganze Woche ein super Teampartner und hat immer gepusht." Ab dem vierten Tag wieder bei vollen Kräften, machte Thomas mit einer 70 zum Abschluss das Podest perfekt und kam insgesamt auf 354 Netto-Schläge. Für Jans Leistung findet er nur anerkennende Worte: „Was Jan in dieser Woche abgeliefert hat, war schlicht beeindruckend. In Malaysia hat er noch einmal eine ganz andere Stufe gezündet, und jede Handicap-Kürzung hat ihn nur weiter angespornt. Sein Sieg ist mehr als verdient, und ich bin froh, es hautnah miterlebt zu haben!“
Andreas Schneider holte mit Platz zwei in der Seniorenwertung eine weitere Podestplatzierung für Österreich, und das völlig überraschend. Denn bis zur Siegerehrung hatte er sich ausschließlich auf die allgemeine Wertung der WAGI-Division E konzentriert, wo er Vierter wurde. Sein Finaltag führte ihn emotional durch alle Höhen und Tiefen. Schon die Anfahrt zum Classic Course des Forest City Golf Resort mit Polizeieskorte wird ihm für immer in Erinnerung bleiben: „Einfach nicht zu überbieten, dieser VIP-Support.“ Im letzten Flight teilte er sich die Runde mit seinem schwedischen Teampartner und zwei Italienern, die anfangs hochkonzentriert wirkten, im Laufe des Tages aber immer mehr auftauten.
Das Ziel war klar: Mit einer starken Runde wollte Andreas doch noch den Sprung aufs Podest schaffen. Der Kanonenstart auf der 15 gelang nach Plan, mit einem Bogey und zwei Pars lag er voll auf Kurs. Dann kam die 18 und forderte eine Neun. Ein Moment, in dem viele aufgegeben hätten, doch Andreas kämpfte weiter. Mit soliden Pars arbeitete er sich zurück, und als er auf der 7 einen Pitch direkt zum Birdie einlochte, keimte die Hoffnung wieder auf. Zwischendurch fand er sogar noch Zeit, Jan David anzufeuern, der an diesem Tag mit seinem sonst so verlässlichen Hybrid zu kämpfen hatte und vom ganzen Team über die WhatsApp-Gruppe nach vorne gepusht wurde. Ohne gröbere Fehler brachte Andreas die Runde nach Hause: netto 66, sechs Schläge unter seinem Handicap und die beste Runde seiner Woche. Auf das gelungene Finale stieß der Flight mit einem Birdie-Schnaps aus dem rot-weiß-roten Flachmann an, der allen schmeckte, ganz besonders seinem schwedischen Partner.
Im Bus zurück ins Hotel dann die Gewissheit: Jan und Thomas hatten gewonnen, die Freude war riesig. Für Andreas selbst blieb aber der vierte Platz in der WAGI-Division E, mit 364 Netto-Schlägen nur einen Rang hinter Thomas Deisenberger. „Der blecherne Vierte, der undankbarste Platz, den ein Sportler machen kann“, gibt er offen zu. „Platz fünf wäre mir egal gewesen, aber der Vierte …“ Die Enttäuschung saß tief, doch seine Teamkolleg:innen taten, was dieses Team die ganze Woche ausgezeichnet hatte: Sie fingen ihn auf und päppelten ihn wieder auf.
Am Abend folgte der Moment, der für Andreas zum persönlichen Highlight der gesamten Reise wurde. Mit einer kurzen, sehr gelungenen Rede überreichte ihm Jan David die Fahne, die das Team vom Els Club erhalten und gemeinsam unterschrieben hatte. „Das hat mich sehr berührt und stolz gemacht, in diesem Team dabei gewesen zu sein“, erzählt Andreas, der zugibt, in diesem Moment emotional völlig überwältigt gewesen zu sein.
Bei der Siegerehrung war der blecherne Vierte längst vergessen, Andreas freute sich einfach nur, dass das große Abenteuer mit den beiden Siegern einen perfekten Abschluss fand. Doch das Leben hielt noch eine Überraschung bereit: Völlig unerwartet wurde er als Zweiter der Seniorenwertung aufgerufen. „Wie geil war das jetzt noch?“, beschreibt er den Moment. „Ich muss zugeben, dass ich an dem Abend emotional total am Ende war. Besser konnte es nicht mehr gehen.“
Andreas Preining und Susanne Moser traten gemeinsam in der Kategorie Mixed Pairs an. Für Andreas war es ein besonders lang ersehntes Turnier: Er zählte bereits 2025 zu den Siegern und hatte entsprechend viel Zeit, sich auf das Finale zu freuen. Sportlich startete er mit netto 72 stark, erlebte am dritten Tag am Valley Course aber einen Einbruch, den er mit Galgenhumor beschrieb: „Das grüne Monster hat mich nicht einfach nur abgeworfen, sondern richtig aufgefressen.“ Danach meldete er sich eindrucksvoll zurück: Mit netto 76 am vierten Tag und netto 79 zum Abschluss, bei dem er die ersten neun Löcher am Legacy Course genau auf Par spielte, schloss er die Einzelwertung mit 412 Netto-Schlägen auf dem geteilten elften Platz ab. Seine Erwartungen wurden dabei weit übertroffen: „Was mich tatsächlich erwartet hat, hätte ich mir selbst in meinen kühnsten Vorstellungen nicht ausmalen können. Eine Organisation, bei der einfach alles gepasst hat, traumhafte Golfplätze und herrliches Wetter. Aber all das war eigentlich nur der Rahmen für das, was diese Woche wirklich so besonders gemacht hat: die Menschen!“ Sein Fazit: „Es war so viel mehr als ein Golfturnier. Ein Erlebnis, das für immer einen ganz besonderen Platz in meiner Erinnerung haben wird.“
Susanne Moser zeigte die konstanteste Entwicklung im Team. Nach netto 98 und 101 an den ersten beiden Tagen steigerte sie sich deutlich und spielte an den letzten beiden Tagen jeweils netto 89, ihre besten Ergebnisse der Woche. Mit insgesamt 471 Netto-Schlägen belegte sie Platz 23. In der Paarwertung erzielten die beiden als „Austria Team 1“ am Finaltag 168 Schläge und beendeten das Turnier mit insgesamt 883 Schlägen auf Platz elf. „Wir sind zufrieden mit unserer Leistung und haben alles gegeben, was möglich war“, zog Susanne Bilanz. Was für sie die Woche ausmachte, beschreibt sie so: „Zehn Menschen, die sich vorher nicht kannten, unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen. Wir waren schnell ein tolles Team, das sich für die Erfolge des anderen gefreut hat. Wir haben gelacht, gefeiert, gestaunt und mitgefiebert.“
Ein Abschluss voller Emotionen
Am Abend waren die Österreicher:innen in Tracht und mit lautstarken Trinksprüchen die Hingucker des Festabends, die Stimmung war mit zwei Siegern und einem Drittplatzierten nicht zu toppen. Bei der Siegerehrung wurden Jan und Thomas beim Aufruf lautstark gefeiert, der österreichische Tisch sprang geschlossen auf.
Golfverrückt, wie das Team ist, ging es am nächsten Tag noch einmal auf den Valley Course, den schwierigsten Platz der Woche. Diesmal ganz entspannt im Texas Scramble und mit Team-Captain Sandra mit von der Partie.
Für Sandra war die Woche vor allem eines: der Beweis, wie sehr Golf verbindet. „Die Gewinner der Austrian Amateur Open 2026 und 2025 sind zu einer aufregenden Reise aufgebrochen und als Freunde und als Team Austria zurückgekehrt“, sagt sie. „Ich bin unglaublich stolz auf das gesamte Team und begeistert zu sehen, wie der Golfsport Menschen aller Altersgruppen und Spielstärken verbindet und zusammenschweißt.“ Vorbereitet hatten sich alle akribisch, mit Birdie Books und gezieltem Training. Vor Ort zählte dann vor allem der Zusammenhalt: „Wenn eine Runde nicht ganz nach Wunsch verlief, wurde man gegenseitig aufgebaut, und erfolgreiche Runden wurden gemeinsam gefeiert. Das war Teamwork im besten Sinne!“
Am Ende bleibt eine Woche, die weit über die Ergebnisse hinausgeht. „Sport verbindet. Es war unglaublich, ein Teil des Team Österreich beim WAGC 2026 gewesen zu sein“, bringt es Susanne Moser auf den Punkt. Und Andreas Schneider fasst zusammen: „Das Event war ein absolutes Highlight in meinem Leben.“ Mit fünf Pokalen im Gepäck und vielen internationalen Freundschaften kehrt Team Austria nach Hause zurück.
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