World Junior Girls Golf Championship 2026

Die World Junior Girls Golf Championship in Kanada gilt als Sprungbrett für kommende Weltstars und wies heuer wieder ein starkes Teilnehmerinnenfeld auf. Unter der Leitung von Betreuerin Bianca Raß gingen für Österreich folgende Spielerinnen an den Start: Elena Duduleanu, Sophie Willschke und Samira Petek.

Wind, Regen und wertvolle Lehrstunden: Österreichs Juniorinnen bei der World Junior Girls Championship in Kanada

Für Samira Petek, Sophie Willschke und Elena Duduleanu war die World Junior Girls Golf Championship im Brampton Golf Club (Ontario) vom 30. September bis 3. Oktober eine Woche voller Herausforderungen. Neben den langen Löchern und den anspruchsvollen Grüns galt es auch, sich an ungewohnte Bedingungen und den Jetlag anzupassen. In der Teamwertung, in der pro Runde die zwei besten Scores zählen, beendete Team Austria das Turnier mit 611 Schlägen (+43) auf dem geteilten 20. Rang unter 24 Nationen.

Dabei hätte der Start kaum besser verlaufen können. Bei traumhaften Bedingungen mit keinem Regen, kaum Wind und einem Platz in Topzustand lag Österreich nach dem ersten Tag mit 147 Schlägen auf Rang T14. Danach wurde es deutlich ungemütlicher: Am zweiten Spieltag erschwerten starker Wind und Regen in den Morgenstunden das Spiel, am dritten Tag verzögerte heftiger Regen den Start um eine Stunde. Zum Finale zeigte sich zwar die Sonne, doch erneut kräftiger Wind machte den Kurs zur echten Prüfung. Unter diesen Umständen konnte das Team das Niveau des Auftakts nicht ganz halten und rutschte über Rang 19 nach Runde zwei und drei ins hintere Feld der Teamwertung.

Samira Petek – beste Österreicherin mit dem stärksten Einzelauftritt der Woche. Ihre 72 zum Auftakt (+1) bedeutete Platz T19 im 72er-Feld und war zugleich die beste österreichische Runde des gesamten Turniers. Mit einer 77 im Wind und Regen des zweiten Tages hielt sie sich noch im Mittelfeld (T39), ehe eine 80 in Runde drei sie zurückwarf. Zum Abschluss stabilisierte sie sich mit einer 78 und beendete die Meisterschaft mit 307 Schlägen (+23) auf Rang T53.

Sophie Willschke – die Spielerin mit der deutlichsten Aufwärtskurve. Nach einem schwierigen Start mit 78 (T59) fand sie mit einer 77 am zweiten Tag besser ins Turnier und zeigte ausgerechnet am verregneten Freitag mit einer 74 ihre stärkste Runde – im Tagesvergleich ein Ergebnis in der besseren Hälfte des Feldes. Damit schloss sie nach drei Runden zu Petek auf (beide T54). Eine 79 am windigen Schlusstag bedeutete am Ende 308 Schläge (+24) und Platz 55, nur einen Schlag hinter ihrer Teamkollegin.

Elena Duduleanu – solider Beginn, schwerer Schlussspurt. Mit einer 75 zum Auftakt (T38) lieferte sie gemeinsam mit Petek den Grundstein für den guten Teamstart. Auch nach einer 77 lag sie zur Halbzeit noch auf Rang T48. In den beiden Finalrunden (79 und 82) fand sie unter den schwierigen Bedingungen jedoch nicht mehr zu ihrem Rhythmus und beendete das Turnier mit 313 Schlägen (+29) auf Platz 61.

An der Spitze setzte sich Lauren Crump (England) mit 273 Schlägen (-11) und einem Schlag Vorsprung auf Seoah Kim (Korea) durch. Die Teamwertung ging mit 553 Schlägen (-15) an die USA vor Korea und Kanada I.

Auch wenn die drei Österreicherinnen nicht ganz ihr gewohntes Leistungsniveau abrufen konnten, kämpften sie sich mit großem Einsatz durch alle vier Runden und gaben nie auf. Die World Junior Girls Championship war damit nicht nur sportlich eine große Herausforderung, sondern auch eine wichtige Erfahrung für ihre weitere Entwicklung.

World Junior Girls Golf Championship 2026

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