Scottish Boys & Girls 2026

Anspruchsvolle Links-Bedingungen, respektable Ergebnisse für Rot-Weiß-Rot: In Cruden Bay überzeugten vor allem Stephan Csöngei mit Rang neun und Alexander Zyla mit einem Top-20-Ergebnis. Bei den Girls kämpfte sich Laura Czastka ins Finale.

Die traditionsreichen Scottish Boys’ und Girls’ Open Championships markieren Jahr für Jahr den Auftakt zur Turniersaison des Schottischen Golfverbands. Von 8. bis 10. April trafen heuer jeweils 144 Nachwuchsgolferinnen und Nachwuchsgolfer im Alter von 14 bis 18 Jahren auf zwei herausragenden Links-Plätzen zusammen. Die Burschen spielten über 72 Löcher im Cruden Bay Golf Club nördlich von Aberdeen, die Mädchen über 54 Löcher im Luffness New Golf Club bei Edinburgh. Beide Anlagen blicken auf eine mehr als 120-jährige Geschichte zurück und boten damit die perfekte Bühne für einen anspruchsvollen Saisonauftakt gegen starke Konkurrenz aus Schottland und ganz Europa.

Österreichs Boys mit Achtungserfolg in Cruden Bay

Bei der Scottish Boys’ Open Championship, die erstmals 1970 ausgetragen wurde und schon zahlreichen späteren Spitzenspielern als Bühne diente, war Österreich mit gleich mehreren Spielern vertreten. Für den ÖGV standen Stephan Csöngei, Paul Großschädl, Florian Weber, Benjamin Zyla und Alexander Zyla am Start. Dazu kamen mit Constantin Bauer-Mitterlehner, Sieger der Scottish Boys’ U14 Open Championship 2023, und Florens Vukusic zwei weitere Österreicher im Feld.

Der traditionsreiche Links-Kurs in Cruden Bay verlangte den Spielern von Beginn an alles ab. Am ersten Tag sorgte frischer Wind bereits für herausfordernde Bedingungen auf dem 6.476 Yards langen Par-73-Kurs. Aus österreichischer Sicht erwischte Alexander Zyla den besten Auftakt. Mit einer 73er-Runde behauptete er sich im Vorderfeld, einzig ein Triplebogey auf Loch 1 trübte sein starkes Ergebnis. Nur einen Schlag dahinter folgte Csöngei, der bei vier Birdies zwar viel Positives zeigte, sich mit drei Bogeys und einem Doppelbogey aber mehr Fehler leistete. Die übrigen Österreicher konnten an Tag eins nicht mithalten. Benjamin Zyla brachte mit einer 78 das nächstbeste rot-weiß-rote Ergebnis ins Clubhaus, womit der Kampf um den Cut bereits deutlich schwieriger wurde.

In der zweiten Runde wurden die Bedingungen noch einmal anspruchsvoller. Dichte Wolken und Regenschauer erschwerten das Spiel zusätzlich. Aus österreichischer Sicht setzte Weber das große Ausrufezeichen: Mit einer herausragenden 69 (-4) und sieben Birdies bei drei Bogeys schaffte er noch den Sprung in den Finaltag. Auch Benjamin Zyla steigerte sich deutlich, blieb mit einer 73 aber drei Schläge über der Cut-Linie bei +2.

An der Spitze des ÖGV-Aufgebots lagen nach zwei Runden weiterhin Alexander Zyla und Csöngei, die beide mit 72 Schlägen in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen blieben. Am Finaltag mit seinen insgesamt 36 Löchern präsentierte sich vor allem Csöngei weiterhin konstant. In der dritten Runde legte er eine weitere 72 nach. Zyla fiel mit einer 75 etwas zurück. Weber zeigte zwar erneut viele starke Ansätze, verlor aber auf den schwierigen Bahnen 14 bis 16 entscheidend an Boden. Mit den Lochergebnissen 9, 6 bzw. 5 musste er alle Hoffnungen auf eine Steigerung begraben.

In der abschließenden vierten Runde blieb Csöngei seiner Linie treu. Mit einer 73 und zwei wichtigen Birdies auf den letzten drei Löchern arbeitete er sich noch in die Top Ten vor. Mit einem Gesamtscore von -1 belegte er am Ende den starken geteilten 9. Platz. Zyla unterschrieb erneut eine 75 und beendete das Turnier auf Rang T17 (+3). Weber kam nach einer abschließenden 76 auf Platz T41 (+14). Der Sieg ging an den in London lebenden Polen Antoni Hawkins, der sich mit Runden von 69, 68, 70 und 70 (-15) um einen Schlag vor der Konkurrenz durchsetze.

Scottish Boys’ Open Championship 2026

Ergebnisse

Laura Czastka erreicht das Finale bei den Girls

Bei der Scottish Girls’ Open Championship war aus österreichischer Sicht Laura Czastka die einzige Vertreterin im Feld. Die ÖGV-Kaderspielerin war bereits im Vorjahr in Schottland am Start, scheiterte damals jedoch am Cut. Diesmal gelang ihr der Einzug in die Finalrunde, trotz der herausfordernden Bewährungsprobe. Zwar zeigte sich phasenweise die Sonne, doch vor allem starke Winde und tiefe Temperaturen machten den Spielerinnen das Leben schwer. Czastka startete mit einer 76 (+4) solide ins Turnier und positionierte sich damit im sicheren Mittelfeld. Am zweiten Tag profitierte sie von der Vorarbeit aus Runde eins und brachte bei nochmals schwierigeren Bedingungen eine 79 (+7) ins Ziel. Mit gesamt +11 schaffte sie den Sprung in die Finalrunde, der Cut lag bei +13.

Am Schlusstag lief es für die Österreicherin allerdings nicht mehr nach Wunsch. Nach acht Bogeys und zwei Doppelbogeys musste sie eine 84 (+12) notieren und fiel damit im Klassement noch bis ans Ende des Leaderboards zurück. Den Titel sicherte sich die Schottin Carly McDonald, die mit Runden von 73, 68 und 74 als einzige Spielerin unter Par blieb und bei -1 triumphierte. Damit ist sie die erste Spielerin seit Hannah Darling im Jahr 2019, die gleichzeitig die Scottish Girls’ Open Championship und die Scottish Girls’ Amateur Championship Titel hält.

French Girls 2026

Ergebnisse