Internationaux de France Messieurs – Coupe Gordon Bennett 2026

Internationale Amateurmeisterschaft der Herren – 26. – 28. August | Golf de Saint-Cloud, Paris (Frankreich)

Sensations-64 katapultiert Boandl auf T3 – Ennsmann zurück im Mittelfeld

Lukas Boandl liefert bei den Internationaux de France Messieurs um die traditionsreiche Coupe Gordon Bennett die bislang stärkste rot-weiß-rote Vorstellung der Amateur-Saison im Ausland ab. Nach einer soliden Auftaktrunde von 71 (+1) unterschreibt der 24-jährige Burgenländer am zweiten Tag im Golf de Saint-Cloud eine sensationelle 64 (-8) und stürmt damit auf Rang T3 – nur einen Schlag hinter dem Führungsduo aus Dänen Mads Heller und Niederländer Scott Woltering (beide -8). Am Finaltag hat Österreichs Nummer 1 im Feld damit alle Karten in der Hand, um sich mit einem Spitzenergebnis in die Titelentscheidung eines der ältesten und prestigeträchtigsten europäischen Amateurbewerbe zu spielen.

Die Coupe Gordon Bennett zählt für die European Amateur Order of Merit der EGA und liefert damit wertvolle Punkte für die kontinentale Rangordnung im Herrenamateurgolf. Der von Harry Colt entworfene Kurs am westlichen Rand der französischen Hauptstadt schlängelt sich über bewaldete Hügel und verlangt mit engen, baumgesäumten Spielbahnen ein präzises Positionsspiel. Über drei Tage werden 54 Löcher Zählspiel absolviert – der sportliche Zusatzanreiz für die Amateurelite: Der Sieger erhält traditionell eine Einladung für die Open de France auf der DP World Tour.

Für Lukas Boandl verlief die Woche mit einem klaren Schwungwechsel. Zum Auftakt am Mittwoch fand der Amateur noch nicht den ganz sauberen Zugriff auf den Kurs und musste sich mit einer 71 (+1) anfreunden, die ihn im Mittelfeld einordnete. Am Donnerstag folgte dann die Antwort in Reinform: Mit einer fehlerlos-brillanten 64 (-8) – der tiefsten Runde des gesamten Feldes – schob sich der 24-Jährige quer über das Leaderboard und teilt sich nun mit einem Schlag Rückstand die Ausgangslage auf einen möglichen Amateur-Titel auf europäischer Spitzenbühne. Bei einer Tee Time um 11:10 Uhr startet Boandl in den Finaltag – ohne den Druck der Führungsgruppe, aber mit der Gewissheit, dass die Form für die Titel-Attacke jedenfalls stimmt.

Der zweite Österreicher im Feld, David Ennsmann, notiert nach zwei Runden von 71 (+1) und 72 (+2) einen Gesamtscore von +2 und liegt auf Rang T47. Der Auftakt am Mittwoch verlief für Ennsmann noch klar nach Plan, am Donnerstag konnte er das Niveau nicht ganz halten. Am Finaltag geht es für ihn darum, seine solide Basis zu bestätigen und über eine kämpferische Schlussrunde noch einige Ränge gutzumachen.

An der Spitze führen der Däne Mads Heller (Runden 66-68) und der Niederländer Scott Woltering (Runden 65-69) mit jeweils -8 in den Finaltag. Auf T3 teilen sich neben Boandl auch der Deutsche Santino Paladini (70-65) mit -7 die Ausgangslage. Damit ist die Titelentscheidung völlig offen und alle Optionen liegen auf dem Tisch – vom Wire-to-Wire-Coup der Führenden bis zum Verfolgerangriff aus dem Bereich um Rang 3 bis 10.

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