European Team Championships 2026
Gegen Europas beste Nationen sammelte das Golf Team Austria wertvolle Erfahrungen und setzte bei den European Team Championships 2026 mit starken Einzelleistungen und wichtigen Matchplay-Siegen Akzente.
Die European Team Championships 2026 sind Geschichte. Auch wenn die Ergebnisse der österreichischen Teams nicht überall den eigenen Erwartungen entsprachen und Verletzungen sowie unglückliche Ausfälle ihren Teil dazu beitrugen, kehrten die Herren, Damen, Burschen und Mädchen mit zahlreichen wertvollen Erfahrungen und wichtigen Erkenntnissen nach Hause zurück. Gegen einige der besten Nationen Europas sammelte das Golf Team Austria wertvolle Matchplay-Erfahrung und bewies in vielen entscheidenden Momenten großen Kampfgeist.
Herren Div. 2 – Costa Navarino, Griechenland
Die Herren gingen in Costa Navarino an den Start und fanden in der Strokeplay-Qualifikation nur phasenweise zu ihrer gewohnten Konstanz. Nach zwei Runden belegte das Team Rang sechs und verpasste damit knapp den Sprung in den ersten Flight. Für das Highlight sorgte Lukas Boandl: Der Steirer eröffnete das Turnier mit einer herausragenden 66 (-6), inklusive zweier Eagles auf den ersten sechs Löchern. Mit einer 72 (Par) am zweiten Tag sicherte er sich souverän die Einzelwertung – drei Schläge vor dem zweitplatzierten Spieler.
Auch wenn der Traum vom direkten Wiederaufstieg damit bereits geplatzt war, präsentierten sich die Herren in den Matchplays von ihrer besten Seite. Gegen Slowenien gelang ein überzeugender 3,5:1,5-Erfolg. David Ennsmann und Tim Hofmann gewannen den Vierer (1 Auf), Jakob Lotschak (2 Auf), Fabian Fischer (2&1) und Lukas Boandl (geteilt) sorgten für die weiteren Punkte.
Im Finale des zweiten Flights wartete mit Schottland allerdings ein starker Gegner. Die Schotten erwischten den besseren Tag und setzten sich mit 4,5:0,5 durch. Den einzigen halben Punkt für Österreich holte Jakob Lotschak. Damit beendeten die Herren das Turnier auf Rang sechs und richten den Blick bereits auf den nächsten Anlauf Richtung Wiederaufstieg.
Damen – PGA National Slieve Russell, Irland
In Irland warteten auf die Damen gleich 22 Nationen und ein äußerst stark besetztes Teilnehmerfeld. Nach einer soliden ersten Strokeplay-Runde, angeführt von Johanna Janischs Par-Runde, lag das Team auf Kurs für Flight B. Am zweiten Tag musste Österreich allerdings einen Rückschlag verkraften: Janisch musste ihr Turnier aufgrund von Rückenproblemen nach zwölf Löchern beenden. Trotzdem zeigte das Team großen Zusammenhalt und spielte konstant weiter. Vor allem Katharina Zeilinger überzeugte mit einer starken 72 (Par), wodurch Rang 13 und der Einzug in den zweiten Flight gesichert wurden.
Im Viertelfinale gegen die Schweiz präsentierten sich die Österreicherinnen in starker Form und feierten einen souveränen 4:1-Erfolg. Janisch und Katharina Schroll gewannen den Vierer (1 Auf), Eva Mooslechner (3&2), Leonie Sinnhuber (1 Auf) und Victoria Bauer (1 Auf) machten den Erfolg perfekt.
Im Halbfinale erwies sich Polen als zu starke Hürde. Den einzigen österreichischen Punkt holte Johanna Janisch mit einem überzeugenden 5&4-Erfolg.
Zum Abschluss setzte das Team jedoch noch einmal ein echtes Ausrufezeichen. Gegen Deutschland feierten die Damen einen verdienten 4:1-Sieg. Katharina Schroll und Leonie Sinnhuber entschieden den Vierer erst am zweiten Extraloch für sich, Victoria Bauer gewann souverän 5&3, Eva Mooslechner steuerte einen halben Punkt bei und Johanna Janisch bezwang mit 4&3 sogar die Weltranglisten-82. Paula Schulz-Hanssen. Mit diesem starken Schlusspunkt belegten die Damen Rang elf und unterstrichen einmal mehr ihr großes Potenzial.
Burschen – Barceló Montecastillo Golf, Spanien
Die Burschen traten im spanischen Barceló Montecastillo Golf an und fanden in der Strokeplay-Phase nur schwer ins Turnier. Nach Rang 13 ging es im zweiten Flight weiter. Für die Glanzlichter sorgten Stephan Csöngei mit einer starken 68 (-4) am ersten Tag sowie Paul Großschädl mit einer 71 (-1) in Runde zwei.
Im Viertelfinale gegen Norwegen konnte lediglich Stephan Csöngei (5&3) punkten, wodurch Österreich mit 1:4 unterlag. Gegen Schottland entwickelte sich tags darauf eine deutlich ausgeglichenere Begegnung. Csöngei und Alexander Zyla entschieden ihre Matches jeweils erst auf dem letzten Loch für sich, dennoch mussten sich die Österreicher knapp mit 2:3 geschlagen geben.
Auch das entscheidende Match um den Abstieg gegen die Schweiz verlief denkbar spannend. Vier der fünf Begegnungen gingen bis zum 18. Loch. Stephan Csöngei und Alexander Zyla behielten jeweils mit 1 Auf die Oberhand, am Ende fiel die knappe 2:3-Niederlage jedoch zugunsten der Schweizer aus. Trotz des unglücklichen Ausgangs sammelte das junge Team wertvolle Erfahrungen, die auf dem weiteren Entwicklungsweg von großer Bedeutung sein werden.
Mädchen – Golf & Country Club Zürich, Schweiz
Auch die Mädchen wurden in diesem Jahr vom Verletzungs- beziehungsweise Krankheitspech begleitet. Samira Petek fiel am ersten Strokeplay-Tag krankheitsbedingt aus, wodurch alle übrigen Scores gewertet werden mussten und kein Streichergebnis mehr zur Verfügung stand. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage kämpfte sich das Team auf Rang 13. Besonders Sophie Willschke setzte mit einer starken 71 (-1) am zweiten Tag ein Ausrufezeichen.
Im Viertelfinale gegen Belgien gelang durch Samira Petek und Chiara Bauer-Mitterlehner zunächst der Gewinn des Vierers. Elena Duduleanu entschied später auch ihr Einzel für sich, dennoch mussten sich die Österreicherinnen knapp mit 2:3 geschlagen geben.
Auch gegen die Slowakei zeigte das Team großen Einsatz. Elena Duduleanu gewann ihr Match mit 3&2, Samira Petek erkämpfte ein Remis, letztlich setzte sich jedoch die Slowakei mit 3,5:1,5 durch.
Zum Abschluss wartete Norwegen. Trotz einer engagierten Leistung mussten sich die Österreicherinnen mit 0,5:4,5 geschlagen geben. Samira Petek steuerte dabei den halben Punkt für Österreich bei. Rang 16 spiegelt die schwierigen Rahmenbedingungen nur bedingt wider, dennoch nahm auch Das Golf Team Austria der Mädchen zahlreiche wichtige Erfahrungen aus einer intensiven Turnierwoche mit.
Die European Team Championships waren einmal mehr ein Höhepunkt im internationalen Amateurkalender. Auch wenn die Resultate nicht in allen Fällen den eigenen Erwartungen entsprachen, bewiesen die österreichischen Teams großen Zusammenhalt, Kampfgeist und ihr Potenzial auf höchstem europäischem Niveau. Die gesammelten Erfahrungen werden für die weitere Saison und die kommenden Team-Europameisterschaften von großem Wert sein.
European Amateur Team Championship, Div. 2
ErgebnisseEuropean Ladies' Team Championship
ErgebnisseEuropean Boys' Team Championship
ErgebnisseEuropean Girls' Team Championship
ErgebnisseBildernachweis
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