European Amateur Championship 2026

In den Fußstapfen von Garcia und McIlroy: Lukas Boandl, Maximilian Puregger und Jakob Lotschak vertraten Österreich bei der European Amateur Championship in Finnland und sammelten in einem hochklassigen Feld wichtige Erfahrungen - den Titel holte sich am  Ende der Deutsche Tim Wiedemeyer.

Die European Amateur Championship zählt zu den wichtigsten Amateurturnieren der Welt. Das Turnier, das von 24. bis 27. Juni über die Bühne ging, hat sich längst als Sprungbrett für viele spätere Golfstars etabliert: Sowohl Sergio García (1995) als auch Rory McIlroy (2006) konnten den Titel bereits gewinnen.

Auch in der vergangenen Woche standen wieder 144 Spieler aus insgesamt 41 Nationen am Start. Im finnischen Linna Golf, rund 100 Kilometer nördlich von Helsinki gelegen, lieferten sich die besten Amateure der Welt ein echtes Golf-Spektakel. Dabei ging es nicht nur um den Europameistertitel, sondern auch um einen Startplatz bei der 154. Open Championship.

Mit Lukas Boandl, Maximilian Puregger und Jakob Lotschak waren gleich drei ÖGV-Kaderspieler im Feld vertreten. Während Lotschak bereits zum zweiten Mal bei diesem Turnier antrat, gaben Boandl und Puregger ihr Debüt.

ÖGV-Kaderspieler kämpfen sich durchs Weltklassefeld

Lukas Boandl zeigte vor allem in der Mitte des Turniers sein Können. Nach einer Auftaktrunde von 74 Schlägen legte er am zweiten Tag stark nach und arbeitete sich zwischenzeitlich bis auf vier unter Par vor. Erst ein Doppelbogey am 18. Loch trübte das Tagesergebnis etwas. Dennoch unterschrieb er die 69 (-2).

Davon ließ er sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Auch in der dritten Runde startete der Steirer stark und spielte sich mit drei Birdies auf den ersten acht Löchern sowie zwei weiteren auf den Back Nine zu einer 68 (-3). Damit hielt er zwischenzeitlich sogar Kontakt zu den Top 10.

Der Schlusstag verlief jedoch nicht nach Wunsch. Zu viele Fehler führten zu einer 76 (+5), wodurch Boandl schließlich auf dem geteilten 42. Rang landete.

Für Maximilian Puregger verlief die European Amateur Championship insgesamt durchwachsen, auch wenn er sein Potenzial phasenweise aufblitzen ließ. Besonders in der zweiten Runde überzeugte er mit einer fehlerfreien 67 (-4), die ihn in eine vielversprechende Ausgangslage brachte. Die darauffolgende 76 (+5) verlief jedoch deutlich schwieriger. Im Gegensatz zur starken zweiten Runde wollte ihm kaum ein Birdie gelingen, wodurch er den zweiten Cut verpasste und damit nicht in die Finalrunde am Sonntag kam.

Auch für Jakob Lotschak verlief das Turnier nicht ganz nach Wunsch. Zwar startete er stark und lag am ersten Tag nach neun Löchern bereits drei unter Par, musste auf den Backnine jedoch drei Bogeys hinnehmen und beendete die Runde bei Even Par. Eine 8 am ersten Loch der zweiten Runde erschwerte seine Ausgangslage, dennoch kämpfte er sich zu einer 74 (+3). In der dritten Runde zeigte er ein starkes Finish, doch der Rückstand war bereits zu groß. Wie Puregger verpasste er den zweiten Cut.

Titel geht nach Deutschland

An der Spitze entwickelte sich ein spannender Titelkampf. Europameister wurde schließlich Tim Wiedemeyer aus Deutschland, der mit zwei starken 65er-Runden in Serie die Grundlage für seinen Sieg legte. Eine abschließende 68 (-3) brachte ihn schließlich mit zwei Schlägen Vorsprung vor dem Niederländer Nevill Ruiter ins Clubhaus und zum Titelgewinn.

European Amateur Championship 2026

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