Copa de S.M. La Reina 2026

Johanna Janisch zeigt bei der traditionsreichen Copa de S.M. La Reina in Spanien auf: Mit zwei starken Zählspielrunden spielt sich die Golf Team Austria Spielerin an die Spitze des Leaderboards und kämpft sich im Matchplay bis ins Viertelfinale vor. Erst eine 13-jährige Französin stoppt ihren Lauf.

Die Copa de S.M. La Reina, die Internationale Spanische Amateur-Meisterschaft der Damen, wurde heuer bereits zum 108. Mal ausgetragen und gilt im Frühjahr als erste wichtige Standortbestimmung für viele europäische Spitzenamateurinnen auf dem Weg ins Profilager. Seit 2022 umfasst das Turnier sechs statt fünf Turniertage: Nach zwei Runden im Zählspiel qualifizieren sich die besten 64 Spielerinnen für das anschließende Matchplay, in dem der Titel im K.-o.-Format vergeben wird.

Für das Golf Team Austria war in diesem Jahr Johanna Janisch am Start. Die Österreicherin hatte bereits im Vorjahr teilgenommen, damals das Matchplay erreicht, musste sich aber in der ersten Runde geschlagen geben. Nach dem Match Octagonal Femenino, bei dem Österreich mit starken Leistungen den vierten Platz belegte, war das Turnier im La Reserva Club in Sotogrande bereits ihr zweiter Einsatz auf spanischem Festland in dieser Saison.

Janisch glänzt im Zählspiel und kämpft sich im Match Play bis ins Viertelfinale

Das Turnier war an den ersten Tagen von Regen geprägt, weshalb der Cut fürs Match Play bereits bei Rang 32 und nicht wie ursprünglich geplant bei Rang 64 gezogen wurde. Unbeeindruckt von den Bedingungen im Zählspiel zeigte sich Johanna Janisch, die ihre ganze Klasse ausspielte. Mit Runden von 70 (-2) und 71 (-1) Schlägen setzte sie sich am Leaderboard an die Spitze und lies nicht nur das starke spanische Heimteam, sondern die gesamte europäische Amateurspitze hinter sich.

Souveräner erster Tag im Matchplay

In der ersten Matchplay-Runde traf Janisch auf die Spanierin Ioana Garcia Trifu. Bereits auf Loch 2 ging die Österreicherin in Führung – und gab diese bis zum Ende der Partie nicht mehr ab. Mit konstantem Spiel entschied sie das Duell schließlich 4&2 nach der 16. Spielbahn für sich. Noch am selben Tag stand das Achtelfinale auf dem Programm. Dort wartete die Deutsche Susanna Brenske. Nach sechs Löchern übernahm Janisch die Führung und baute sie zwischenzeitlich auf zwei Löcher aus, ehe Brenske die Partie nach dem Turn wieder ausgleichen konnte. Im Finish behielt die Österreicherin jedoch die besseren Nerven und verteidigte eine auf Loch 16 erspielte Führung bis ins Ziel.

Dramatisches Ende im Viertelfinale

Am nächsten Tag ging es im Viertelfinale weiter – und lange Zeit sprach alles für einen Einzug ins Halbfinale. Janisch ging bereits auf Loch 1 in Führung und baute ihren Vorsprung bis Loch 8 auf 3auf aus. Auf den Back Nine drehte sich jedoch das Blatt. Ihre Gegnerin, die erst 13-jährige Französin Eléa Bastoni, kämpfte sich Loch für Loch zurück und stellte auf Spielbahn 16 den Ausgleich her. Mit dem Momentum auf ihrer Seite und nach Fehlern der Österreicherin entschied Bastoni schließlich auch die beiden letzten Löcher für sich und gewann die Partie noch mit 2auf. Trotz des unglücklichen Endes bleibt für Janisch ein starker Auftritt bei einem der bedeutendsten Amateurturniere Europas – inklusive Top-Leistung im Zählspiel und dem Einzug unter die besten Acht.

Copa de S.M. La Reina 2026

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