Turkish Airlines Open 2026
DP World Tour – 30. April - 3. Mai | National Golf Club, Belek/Türkei
Mit der Turkish Airlines Open, die nach einer fünfjährigen Pause zwischen 2020 und 2024 erst im Vorjahr in den Kalender zurückkehrte, erreicht der Asian Swing der DP World Tour seinen Höhepunkt – es geht diese Woche somit sportlich wie persönlich um enorm viel. Neben dem Preisgeld von 2,75 Millionen Dollar geht es vor allem um begehrte Startplätze: Die Top drei der Asian Swing Rankings sichern sich ein Ticket für die PGA Championship.
Schauplatz ist heuer erstmals der Belek National Golf Club, der als 463. Austragungsort in die Geschichte der Tour eingeht. Eingebettet in die Küstenlandschaft von Belek an der türkischen Riviera, gilt der Par-72-Kurs mit 7.287 Yards als erster international anerkannter Golfplatz des Landes.
Sportlich verspricht der Kurs eine anspruchsvolle, aber faire Prüfung: Wenig Rough bedeutet zwar optisch großzügige Spielbahnen, doch die Herausforderung liegt klar in der Präzision in Richtung Grüns. Strategisches Course Management und exaktes Eisenspiel werden entscheidend sein, um sich in Position zu bringen. Ein zusätzlicher Anreiz: Sollte der aktuelle Platzrekord von 66 Schlägen (-6), aufgestellt von ÖGV-Coach Bernd Ritthammer im Jahr 2014, fallen, winken dem ersten Spieler, der diese Marke unterbietet, 40.000 Dollar Bonus.
Im Mittelpunkt aus österreichischer Sicht steht Bernd Wiesberger – und das aus gutem Grund. Nach seinem ersten Sieg auf der DP World Tour seit fast fünf Jahren reist der Burgenländer mit viel Selbstvertrauen in die Türkei. In der Asian Swing Wertung liegt er aktuell auf dem geteilten zweiten Platz und hat beste Chancen, sich das Major-Ticket zu sichern. Sein letzter Antritt bei einem der vier Majors datiert aus dem Jahr 2022.
„Ich fühle mich großartig“, erklärte Wiesberger im Vorfeld. Nach einem Ruhetag am Montag sei er nun wieder fokussiert und bereit für die nächste Herausforderung. Die Reaktionen auf seinen Sieg seien überwältigend gewesen – Glückwünsche aus aller Welt haben ihn erreicht. Vor allem aber habe der Erfolg für ihn eine besondere Bedeutung: Er habe sich selbst bewiesen, dass er „es noch draufhat“ – ein Gefühl, das ihm in den vergangenen Jahren gefehlt habe. Entsprechend groß ist die Motivation, auf dieser Leistung aufzubauen und nach vorne zu blicken. Auch die Vergangenheit macht Mut: Wiesberger konnte bei diesem Turnier bereits zweimal in den Top Ten landen, sein bestes Ergebnis datiert aus dem Jahr 2016 mit Rang vier.
Auch Maximilian Steinlechner reist mit Rückenwind an. Der Rookie bestätigt nach einem durchwachsenen Saisonstart zuletzt klar seinen Aufwärtstrend: Vier Top-35-Ergebnisse aus den vergangenen sechs Turnieren sprechen eine deutliche Sprache. In der Vorwoche untermauerte Steinlechner diese Entwicklung mit Rang T25 (-6) in China – seinem zweitbesten Saisonergebnis – eindrucksvoll.
Damit gehen beide Österreicher mit vielversprechenden Voraussetzungen in das Finale des Asian Swings: Wiesberger als Rückkehrer in den Kreis der Sieger mit großen Ambitionen – und Steinlechner als aufstrebender Rookie, der sich zunehmend auf der großen Bühne behauptet.
Turkish Airlines Open 2026
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