
The Players Championship 2026
PGA Tour – 12.15. März | TPC Sawgrass, Ponte Vedra Beach/Florida
Straka mischt von Beginn an vorne mit und beendet das Flaggschiff-Event der PGA Tour am Ende auf dem geteilten 8. Platz
Sepp Straka hat bei der Players Championship nicht nur die gute Form der vergangenen Wochen bestätigt, sondern auch gezeigt, dass er sich im für die Golf-Elite herausfordernden TPC Sawgrass mittlerweile spielerisch wohlfühlt. Mit Endrang T8 (-8) holt er sich sein bislang bestes Ergebnis beim Flagship-Event der PGA Tour.
Den Grundstein für das Topresultat legt er gleich am Donnerstag. Straka eröffnet das Turnier mit einer bogeyfreien 67 (-5) und liegt damit nach Runde eins in geteilter Führung. Besonders bemerkenswert ist dabei die Art und Weise, wie er sein Ergebnis zusammenhält: Mehrfach rettet er mit starken Annäherungen und Putts wichtige Pars, auf der 16 gelingt ihm zudem ein Chip-in zum Eagle.
Auch am Freitag bleibt Straka dank beinahe fehlerfreien Spiels klar auf Kurs. Das erste und einzige Bogey folgt erst auf seiner 17. Spielbahn. Mit der 70 (-2) gibt er zwar die Spitzenposition ab, hält sich bei sieben unter Par (sein bestes Ergebnis in Sawgrass über zwei Runden) aber in unmittelbarer Schlagdistanz zur Spitzengruppe und bleibt im Titelkampf.
Am Moving Day kann er das Tempo mit einer Even-Par-72 – vier Birdies, vier Bogeys – allerdings nicht mehr halten. Zu fehleranfällig präsentiert sich sein Spiel. Eine Runde über Par verhindert er nur mit weiteren wichtigen Rettungsschlägen. Den Top Ten bleibt er dennoch erhalten. Einzig Ryder-Cup-Kollege Ludvig Åberg setzt sich an der Spitze etwas ab. Der Schwede gerät jedoch am Schlusstag ins Straucheln und vergibt seine Siegchancen.
Damit ist der Weg für die Konkurrenz wieder frei – und auch Straka wirft seinen Hut noch einmal in den Ring. Nach vier Birdies bei nur einem Bogey bis Loch 11 liegt er nur einen Schlag hinter dem späteren Sieger. Zum Abschluss gerät der Österreicher jedoch ebenfalls etwas aus der Bahn und leistet sich auf den letzten fünf Löchern zwei Doppelbogeys – jeweils nach rechts verzogenen Abschlägen. Mit Birdies auf den Löchern 15 und 16 und insgesamt 71 (-1) Schlägen verhindert er immerhin noch einen Rückfall aus den Top Ten. Den Sieg sichert sich Cameron Young mit 13 unter Par u.a. dank einem Birdie auf der prestigeträchtigen 17. Bahn. Spielpartner Max Fitzpatrick (-12) verpasst ein Playoff hingegen nach einem Bogey auf der 18.
The Players Championship 2026
LeaderboardTurniervorschau
Die Florida Swing der PGA Tour erreicht diese Woche ihren Höhepunkt: Mit der 52. Auflage der Players Championship steht eines der prestigeträchtigsten Turniere des Jahres auf dem Programm. Dass sich hier immer wieder neue Namen in die Siegerliste eintragen, ist kein Zufall. Mehr als drei Siege konnte bislang noch kein Spieler feiern. Jack Nicklaus gewann zwar drei der ersten fünf Austragungen (1974, 1976, 1978), allerdings auf unterschiedlichen Kursen. Seit das Turnier 1982 im TPC Sawgrass ausgetragen wird, gelang es lediglich sieben Spielern, zweimal auf dem ikonischen Stadium Course zu triumphieren. Einzig Scottie Scheffler gelang zudem das Kunststück einer erfolgreichen Titelverteidigung (2023, 2024). Nicht umsonst heißt es: „The Pete Dye test is not passed – it’s survived.“ Dass der Platz zumeist die Besten nach vorne bringt, zeigt auch ein Blick auf die Siegerliste: Die letzten sechs Gewinner gehörten jeweils zu den Top 10 der Weltrangliste. Eine zusätzliche Challenge stellt das nochmals verschärfte Primary Rough dar, das rund einen halben Inch länger ist als im Vorjahr. Spieler müssen also damit rechnen, dass das Gras außerhalb der Fairways teilweise über elf Zentimeter hoch ist.
Beim Flaggschiff-Event der PGA Tour in Ponte Vedra Beach trifft also traditionell das Who’s Who der Tour aufeinander. Neben Titelverteidiger Rory McIlroy, der seinen Sieg 2025 erst im Playoff perfekt machte, schlagen nahezu alle Topspieler der Welt ab. McIlroy musste allerdings zuletzt beim Arnold Palmer Invitational wegen Rückenproblemen vorzeitig aufgeben und reist leicht angeschlagen nach Sawgrass.
Sepp Straka landete fünfmal in seinen letzten zehn PGA-Tour-Starts in den Top 20 – zuletzt kämpfte er bei zwei seiner vergangenen drei Turniere am Finaltag um den Sieg. Besonders nahe am Triumph war er beim AT&T Pebble Beach Pro-Am, wo sich mit Platz zwei nur knapp geschlagen geben musste. Zuletzt zeigte er auch beim Arnold Palmer Invitational mit Rang T13 eine – abgesehen von der Schlussrunde – ausgezeichnete Leistung. Auch auf dem Stadium Course von Sawgrass kann Straka bereits auf gute Ergebnisse verweisen. 2022 schaffte er mit Rang T9 sein bislang bestes Resultat, und auch im Vorjahr überzeugte er mit Platz T14.
Statistisch basiert sein Erfolg vor allem auf seinem starken Tee-to-Green-Spiel. Besonders mit den Eisen gehört er zu den besten Spielern der Tour: In Strokes Gained: Approach the Green liegt Straka aktuell auf Rang 15. Verbesserungspotenzial gibt es hingegen auf den Grüns. Bei Strokes Gained: Putting liegt er nur auf Rang 118 der PGA Tour – es ist die einzige Strokes-Gained-Statistik, in der er unter dem Tour-Durchschnitt liegt. Around the Green bewegt er sich nur knapp über dem Schnitt.
Sollte der 31-Jährige seine Chancen auf den Grüns konsequenter nutzen, wird er also auch in diesem Elitefeld eine Rolle spielen können. Für die ersten beiden Runden geht Straka gemeinsam mit Shane Lowry und J.J. Spaun auf die Runde. Spaun hatte im Vorjahr bei der Players Championship im dramatischen Drei-Loch-Playoff gegen McIlroy das Nachsehen.
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