The Genesis Invitational 2026

PGA Tour – 19.-22. Februar | Riviera Country Club, Pacific Palisades/Kalifornien 

Straka kommt am Moving Day aus der Bahn und landet am Ende des Feldes 

Sepp Straka spielt in einer von Regen und Wind beeinflussten Auftaktrunde solide und zeigt vor allem beim Scrambling seine Qualitäten. Die Scorekarte bleibt bis auf ein Bogey sauber. Dank zwei Schlaggewinnen auf den Back Nine geht sich mit einer 70 (-1) eine Runde unter Par aus. In Runde zwei ist er vom Tee auf Abwegen und scheitert auch öfters bei seinen Rettungsversuchen. Drei Bogeys und ein Doppelbogey kommen auf die Scorekarte. Dafür macht er mit einigen ausgezeichneten Annäherungen und präzisen Putts wiederum Boden gut. Dank sechs Birdies und einem Eagle geht sich sogar eine 68 (-3). Damit bringt er sich in Lauerstellung für einen weiteren Spitzenplatz. 

Am Moving Day durchlebt der ansonsten konstante 32-jährige allerdings ein spielerisches Tief und stürzt mit sechs Bogeys und einem Triplebogey und 80 (+9) Schlägen bis ans Ende des Leaderboard ab. Eine schlechtere Runde ist in seiner PGA Tour Karriere keine zu finden. Am Schlusstag kann er das Spiel mit einer Even-Par-71 zwar wieder stabilisieren, eine Platzverbesserung geht sich aber nicht mehr aus. Er beendet das Turnier als geteilter Letzter auf Rang 50 (+5)

Seinen ersten PGA Tour Sieg sichert sich Jacob Bridgeman, der einen sechs Schläge Vorsprung vor Rory McIlroy und Kurt Kitayama noch mit einem Schlag über die Ziellinie bringt. Scottie Scheffler zeigt hingegen Züge von Menschlichkeit und liegt zum Auftakt nach elf Löchern sogar an letzter Stelle. In weiterer Folge klettert er aber noch bis auf Rang T12 (-11), muss seine unglaubliche Top-Ten-Serie aber dennoch zu den Akten legen.  

The Genesis Invitational 2026

Leaderboard

Turniervorschau

Das Genesis Invitational kehrt 2026 an seinen angestammten Platz zurück: den traditionsreichen Riviera Country Club, der heuer sein 100-jähriges Bestehen feiert. Im vergangenen Jahr musste das Turnier aufgrund der verheerenden Waldbrände in der Region ausweichen. Nun ist der PGA-Tour-Tross wieder dort zu Gast, wo das Turnier seit 1973 eigentlich beheimatet ist. 

Kleine Adaptierungen wurden in der Zwischenzeit vorgenommen. Neue Abschläge haben den Par-71-Platz auf eine Länge von 6751 Meter anwachsen lassen. Besonders auffällig ist das Par 3 von Loch 4, das nun bis auf 250 Meter gestreckt werden kann und damit am längsten Par-3-Loch der Tourgeschichte kratzt (drei Meter fehlen). 

Das Genesis Invitational ist zudem gehosted von Tiger Woods und das zweite Signature Event der Saison – allerdings eines von nur drei Signature-Turnieren mit Cut. Auch die ebenfalls mit Golflegenden in Verbindung stehenden Turniere Arnold Palmer Invitational und das Memorial Tournament werden mit Cut gespielt – der besten 50 und Schlaggleichen sowie alle Spieler innerhalb von zehn Schlägen zur Spitze. 

Das Feld ist dementsprechend hochklassig besetzt. Scottie Scheffler reist mit beeindruckender Konstanz an: Sein geteilter vierter Platz in der Vorwoche bedeutete bereits das 18. Top-10-Ergebnis in Serie, darunter zuletzt neun Top-5-Platzierungen – ein alleiniger Rekord. Titelverteidiger Ludvig Åberg kehrt ebenfalls zurück, allerdings hat er das Turnier im Vorjahr am Ausweichort Torrey Pines gewonnen. Der letzte Sieger im Riviera Country Club ist Hideki Matsuyama, der aktuell in ausgezeichneter Form spielt und zu den Favoriten zählt. 

Sepp Straka hat bei sechs Starts beim Genesis Invitational dreimal den Cut geschafft, als bestes Resultat steht ein geteilter 15. Platz zu Buche. Heuer startete Straka mit einem verpassten Cut in die Saison, steigerte sich danach jedoch deutlich. Zwei Top-20-Ergebnisse folgten, und beim ersten Signature Event des Jahres verpasste er ein mögliches Stechen um den Sieg nur um einen Schlag. Die Formkurve zeigt klar nach oben – somit reist auch Österreichs Nummer eins mit berechtigten Ambitionen an.