Photo by Stuart Kerr R&A via Getty Images

The 154th Open Championship

PGA Tour/DP World Tour - 16.-19. Juli | Royal Birkdale, Southport/England

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Straka kämpft sich durch - Fox krönt sich zum Champion Golfer of the Year 

Die anspruchsvollen Bedingungen in Royal Birkdale sorgten für ein Major, das bis zum Schluss Hochspannung bot.

Für Sepp Straka galt es nach der verpatzten Generalprobe in der Vorwoche, den Blick nach vorne zu richten und auf die intensive Trainingsarbeit zu vertrauen. Das gelang ihm bereits zum Auftakt eindrucksvoll: Drei Birdies auf den letzten acht Löchern – darunter ein Annäherungsschlag, der die Fahne traf und nur zehn Zentimeter neben dem Loch liegen blieb – brachten ihm eine 68 (-2) und eine vielversprechende Ausgangsposition.

Am zweiten Tag hatte der Wiener vor allem mit seinen Abschlägen zu kämpfen. Da er nur wenige Fairways traf, ergaben sich kaum Birdiechancen. Ein abschließendes Bogey, nachdem sein Drive in einem Divot liegen geblieben war, führte zu einer 70 (Par). Dank der starken Auftaktrunde schaffte Straka dennoch souverän den Cut und lag mit nur zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 weiterhin in aussichtsreicher Position.

Der Moving Day verlief jedoch nicht nach Wunsch. Fünf Bogeys bei nur einem Birdie auf Loch 14 warfen Straka weit zurück. Er verlor 39 Plätze und ging nur noch von Rang 62 in die Finalrunde.

Auch am Sonntag fand der Österreicher nicht mehr entscheidend nach vorne. Trotz vier Birdies stand am Ende eine 72 (+2), womit er die Open Championship auf dem geteilten 67. Platz beendete. Dennoch zog Straka ein positives Fazit: „Das sieht man jetzt nicht am Score, aber spielerisch war es eigentlich sogar besser als an den ersten Tagen. Ich bin einigermaßen zufrieden, wie ich den Ball wieder treffe, und daran muss ich in den nächsten Wochen weiter arbeiten.“

Bernd Wiesberger, der sich kurzfristig noch einen Startplatz für The Open gesichert hatte, fand hingegen nie richtig ins Turnier. Zwar zeigte der Südburgenländer am ersten Tag immer wieder starke Schläge und überzeugte vor allem mit seinem kurzen Spiel, ein spätes Bogey bedeutete jedoch eine 71 (+1). Der Cut blieb damit dennoch in Reichweite.

Am Freitag erlebte Wiesberger eine wechselhafte Runde. Vier Bogeys auf den ersten neun Löchern brachten ihn früh unter Druck, drei Birdies hielten ihn jedoch im Rennen um das Wochenende. Auf den Back Nine stabilisierte sich sein Spiel, wo er Par um Par notierte. Eine weitere 71 (+1) ließ ihn bis zum Ende auf den Cut hoffen – letztlich verpasste er diesen jedoch um einen Schlag und musste die Heimreise vorzeitig antreten.

Den Titel sicherte sich schließlich Ryan Fox. Der Neuseeländer spielte am Finaltag eine starke 68 (-2) und drehte die Entscheidung auf den Back Nine. Während Cameron Young (USA) nach seiner 64 (-6) lange wie der sichere Sieger aussah, zog Fox mit einem Birdie auf der 16 gleich und behielt auf den letzten Löchern die Nerven. Mit einem sicher verwandelten 3,5-Meter-Putt am Schlussloch stellte er zehn unter Par sicher, gewann mit einem Schlag Vorsprung auf Young und krönte sich zum dritten neuseeländischen Major-Sieger der Geschichte. Gleichzeitig löste er Scottie Scheffler als Champion Golfer of the Year ab.

„Es ist unglaublich, um ehrlich zu sein. Meine Nerven lagen komplett blank – ich weiß selbst nicht, wie ich diesen Putt auf der 18 gelocht habe“, sagte Fox nach seinem Triumph. „Ein Traum ist wahr geworden. Es ist das erste Mal, dass ich diese Trophäe aus der Nähe sehe – das ist einfach unglaublich.“

 

The 154th Open Championship 

Ergebnisse

Turniervorschau

Das letzte Major des Jahres wartet: Straka und Wiesberger bei der Open Championship

Das vierte und letzte Major des Jahres steht vor der Tür: die 154. Open Championship. Austragungsort ist das traditionsreiche Royal Birkdale an der Westküste Englands. Rund 80 Kilometer westlich von Manchester trifft sich erneut die Weltelite, um den berühmten und begehrten Claret Jug auszuspielen.

Royal Birkdale blickt auf eine beeindruckende Turniergeschichte zurück. Neben zehn bisherigen Open Championships wurden auf dem traditionsreichen Linksplatz bereits vier British Amateur Championships, sechs Women's Open Championships und zwei Ryder Cups ausgetragen. Zuletzt gastierte die Open im Jahr 2017 auf dem Kurs. Damals setzte sich Jordan Spieth nach einem dramatischen Finaltag mit einem spektakulären Par auf Loch 13 durch und stemmte erstmals den Claret Jug in die Höhe.

Auch in diesem Jahr verspricht Royal Birkdale beste Voraussetzungen für Spitzengolf. Die Platzverhältnisse unterscheiden sich allerdings deutlich von jenen im Jahr 2017. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit müssen sich die Spieler auf extrem harte Fairways einstellen, auf denen der Ball außergewöhnlich weit ausrollen wird. Obwohl derzeit kein Regen vorhergesagt ist, wird die richtige Strategie entscheidend sein, um den anspruchsvollen Linksplatz zu bezwingen.

„Ich finde, der Platz spielt sich im Grunde wie ein klassischer Links-Kurs. Man versucht, den Ball möglichst nah an die Topfbunker heranzuspielen, um anschließend mit mittleren bis kurzen Eisen die Grüns anzugreifen“, so Justin Rose. „Letztlich kommt es auf kluges strategisches Golf an – den Ball an die richtigen Stellen zu platzieren und hoffentlich ein paar Putts zu lochen. So nehme ich den Platz im Moment wahr.“

Mit Sepp Straka und Bernd Wiesberger sind heuer gleich zwei Österreicher im Feld vertreten.

Für Straka ist es der erste Start auf Royal Birkdale. Zwar ließ seine Form nach einigen enttäuschenden Wochen zuletzt etwas zu wünschen übrig, dennoch blickt der Wiener nach der Genesis Scottish Open zuversichtlich auf das letzte Major des Jahres: „Einiges war schon sehr gut, einiges weniger. Was mir durchaus Hoffnung macht, waren die Eisenschläge auf den Front Nine am Freitag, das war richtig gutes Golf. Ich bin zuversichtlich, dass ich mein Spiel bei den Open immer besser in den Griff bekomme“, so Österreichs Nummer eins.

Wiesberger kennt den Platz bereits aus dem Jahr 2017, als er bei seinem Debüt auf Royal Birkdale auf Anhieb den Cut schaffte. Zwar verpasste der Südburgenländer zuletzt bei der Genesis Scottish Open den Einzug ins Wochenende, dennoch reist er mit viel Selbstvertrauen nach England. Erst vor zwei Wochen sicherte er sich mit einem dritten Platz bei der BMW International Open eines der letzten verfügbaren Open-Tickets und kann nun mit Zuversicht ein Spitzenergebnis ins Visier nehmen.

Die beiden Österreicher schlagen am Donnerstag um 13:25 Uhr beziehungsweise 13:47 Uhr MESZ ab. Eine starke Auftaktrunde könnte dabei den Grundstein für eine erfolgreiche Major-Woche legen.