MCB Ladies Classic 2026

Ladies European Tour – 1.-3. Mai | Constance Belle Mare Plage (Legend Course), Poste de Flacq/Mauritius

Frühe Heimreise von der Trauminsel: Spitz und Mühlbauer verpassen bei LET-Premiere auf Mauritius den Cut

Bei der historischen Erstauflage der MCB Ladies Classic Mauritius, dem Debüt der Ladies European Tour im Indischen Ozean, geht das Finalwochenende ohne österreichische Beteiligung über die Bühne. Sowohl Emma Spitz als auch Katharina Mühlbauer verpassen am Freitag den Cut auf dem Legend Course im Constance Belle Mare Plage und treten die Heimreise früher als erhofft an. Den Premieren-Titel sichert sich am Sonntag mit einem Birdie am Schlussloch die Dänin Smilla Tarning Sønderby.

Mit Rückenwind war die LET-Karawane auf der Trauminsel angekommen – insbesondere für Emma Spitz. Mit Rang vier bei den Investec SA Women's Open im Royal Cape Golf Club hatte Österreichs Nummer eins in der Vorwoche in Kapstadt ihr erstes Spitzenresultat der Saison eingefahren und ihre zuvor schwankende Form klar stabilisiert. Auch LET-Rookie Katharina Mühlbauer reiste mit klaren Zielen an: Nach einem ersten Topergebnis in Australien und zwei verpassten Cuts bei den Südafrika-Events sollte auf Mauritius die Trendwende gelingen.

Der von Hugh Baiocchi gestaltete Par-72-Kurs zwischen indigenem Wald und Lagunenkulisse zeigte allerdings von der ersten Runde an seine Zähne. Während die Französin Agathe Laisné zum Auftakt mit einer 64 (-8) und zehn Birdies einen neuen Platzrekord aufstellte, fanden die beiden Österreicherinnen nicht jenen Rhythmus, den sie für das ehrgeizige Wochenend-Ziel gebraucht hätten. Bei heißen, böigen Bedingungen entwickelte sich bereits Runde 1 zu einem mühsamen Kraftakt – und der Rückstand auf die gezogene Linie wurde schnell zur belastenden Hypothek für den zweiten Tag.

Am Freitag versuchten beide am Nachmittag den Befreiungsschlag, doch die Aufholjagd kam nicht in Gang. Emma Spitz kassierte direkt auf der 1 ein Bogey, das die Ambition früh torpedierte. Erst am Par 5 der 6 gelang der Ausgleich, ein Birdie auf der 12 ließ noch einmal Hoffnung aufkeimen – ehe ein Bogey auf der 14 endgültig den Stecker zog. Mit einer 72 (Par) verpasste die Niederösterreicherin die Cut-Linie. Auch Katharina Mühlbauer fand auf der hinteren Neun zwischenzeitlich Anschluss, konnte den Schwung aber nicht über die volle Distanz konservieren – auch für die Oberösterreicherin endete die Mauritius-Premiere damit nach 36 Löchern.

Den Premieren-Pokal sicherte sich am Sonntag in einem dramatischen Finale Smilla Tarning Soenderby. Die 25-jährige Dänin erreichte das Par-5-Schlussloch in zwei Schlägen und versenkte den Birdie-Putt zum Sieg mit gesamt -14 – ihr zweiter LET-Titel. Mit jeweils -13 teilten sich Kajsa Arwefjäll (SWE) und Casandra Alexander (RSA) Rang 2. „Es fühlt sich unglaublich an. Es wird das Besonderste sein, was wir je gemeinsam erleben werden, und ich bin so dankbar dafür“, sagte Soenderby nach ihrem Triumph. Für Spitz und Mühlbauer geht es nach einer einwöchigen Tour-Pause im Mai mit dem Amundi German Masters in Hamburg weiter – mit der klaren Zielsetzung, den Schwung aus Kapstadt bzw. den Befreiungsschlag aus dem afrikanisch-mauritischen Tour-Block in Europa endlich auch über vier Tage abzurufen.

MCB Ladies Classic 2026

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Turniervorschau

Mit der Premiere der MCB Ladies Classic – Mauritius betritt die Ladies European Tour in dieser Woche Neuland. Nach zwei Turnierwochen in Südafrika reist die Tour weiter in den Indischen Ozean – genauer gesagt auf die Insel Mauritius, die erstmals Gastgeber eines LET-Events ist.

Austragungsort ist der Legend Course im Constance Belle Mare Plage – ein Par-72-Kurs, der sich durch einheimische Wälder schlängelt und entlang einer der spektakulärsten Lagunen der Insel verläuft. Die Anlage ist allerdings kein Neuland im internationalen Turnierkalender: Bereits die Legends Tour war hier zu Gast.

Aus österreichischer Sicht sind beide Tourspielerinnen im Feld vertreten – und sie reisen mit unterschiedlichen Vorzeichen nach Mauritius. Emma Spitz setzte zum Abschluss des Südafrika-Swings ein klares Ausrufezeichen. Nach zuletzt durchwachsenen Ergebnissen, die auch am Selbstvertrauen nagten, gelang ihr mit Rang vier das erste Top-10-Ergebnis der Saison. Dabei spielte sie sich früh in die absolute Spitzengruppe und etablierte sich von Beginn an konstant in den Top 5. Der Auftritt könnte sich als Wendepunkt erweisen.

Für Katharina Mühlbauer stellt sich die Ausgangslage hingegen herausfordernder dar. Die Oberösterreicherin verpasste in der Vorwoche bereits zum vierten Mal in Folge den Cut und konnte in sechs Saisonstarts bislang nur einmal anschreiben – dann allerdings mit einem starken geteilten zehnten Platz. Trotz dieser Durststrecke bleibt Mühlbauer ruhig und fokussiert, arbeitet intensiv an ihrem Spiel und setzt auf eine baldige Trendwende.