Masters Tournament 2026

PGA Tour/DP World Tour – 09.-12. April | Augusta National GC, Augusta/Georgia

Alle Augen richten sich in dieser Woche wieder auf den Augusta National Golf Club, wo mit dem 90. Masters Tournament das erste Major des Jahres über die Bühne geht. Über Jahre hinweg war die zentrale Storyline rund um Augusta eng mit Rory McIlroy verknüpft. Die Frage, ob er den Career Grand Slam vollenden kann, begleitete das Masters über ein ganzes Jahrzehnt. Seit 2025 ist diese Diskussion jedoch Geschichte: Mit seinem Sieg im Vorjahr beendete McIlroy eine fast elfjährige Major-Durststrecke und sicherte sich seinen fünften Major-Titel. Damit hat er den letzten fehlenden Baustein seiner Karriere ergänzt. Dadurch ist McIlroy heuer etwas weniger im Fokus als in den Jahren zuvor – und dennoch bleibt er als Titelverteidiger und einer der größten Namen im Golfsport eine der zentralen Figuren der Woche.

Das Masters bleibt das exklusivste der vier Majors, nicht zuletzt aufgrund der geringen Feldgröße. Heuer haben sich nur 91 Spieler qualifiziert bzw. eine Einladung erhalten. Insgesamt 22 Spieler – darunter sechs Amateure – erleben heuer ihr Debüt in Augusta und dürfen erstmals die berühmte Magnolia Lane hinunterfahren. Ein Sieg bei der Premiere wäre eine Sensation: Zuletzt gelang dies Fuzzy Zoeller im Jahr 1979.

Sportlich präsentiert sich der Platz als klassischer Par 72 mit einer Gesamtlänge von 6917 Meter – so lang wie nie zuvor. Verantwortlich dafür ist unter anderem die Anpassung am 17. Loch, das nun 411 Meter misst. Charakteristisch bleibt der Platz jedoch unverändert: Augusta ist ein klassischer „Second-Shot-Course“, bei dem die Qualität der Annäherungsschläge entscheidend ist. Aufgrund des kaum vorhandenen Roughs liegt der Fokus weniger auf reiner Fehlervermeidung als auf der optimalen Positionierung für den Schlag ins Grün. Länge vom Tee ist ein Vorteil, doch entscheidend bleibt die Erfahrung auf den ondulierten Grüns und das Verständnis wo die Annäherungen platziert werden sollten. 

Auch die äußeren Bedingungen dürften eine wichtige Rolle spielen – allerdings im positiven Sinne. Nach wetterbedingten Einschränkungen zuletzt auf der PGA TOUR wird Augusta heuer von seiner besten Seite erwartet: viel Sonne, angenehme Temperaturen und nur leichte Winde schaffen nahezu ideale Voraussetzungen.

Aus österreichischer Sicht richtet sich der Fokus klar auf Sepp Straka, der 2026 sein fünftes Masters bestreitet. Seine bisherige Bilanz zeigt, wie anspruchsvoll Augusta National selbst für etablierte Spieler ist. Sein bestes Ergebnis ist ein guter geteilter 16. Platz aus dem Jahr 2024. Insgesamt hat er bislang 14 Runden auf diesem Platz absolviert. Auffällig dabei: Eine Runde in den 60ern ist ihm noch nicht gelungen, seine beste Runde war eine 70, die schwächste eine 78. Auch Runden unter Par sind mit vier Stück bislang rar geblieben. 2025 musste Straka zudem erstmals in seiner Masters-Karriere einen verpassten Cut hinnehmen.

Diese Zahlen unterstreichen, dass Augusta andere Qualitäten verlangt als viele andere Turniere im Kalender. Erfahrung, Geduld und strategisches Spiel sind hier entscheidend – Faktoren, die sich oft erst über mehrere Jahre hinweg entwickeln. 

The Masters Tournament 2026

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