
Lalla Meryem Cup 2026
Ladies European Tour – 21.–23. Mai | Royal Golf Dar Es Salam (Blue Course), Rabat/Marokko
Spitz beendet schwierige Woche mit versöhnlichem Finaltag
Für Emma Spitz und Katharina Mühlbauer verlief der Lalla Meryem Cup 2026 auf der Ladies European Tour insgesamt weiterhin schwierig, zumindest gelang beiden Österreicherinnen nach den zuletzt enttäuschenden Auftritten in Hamburg diesmal der Sprung ins Wochenende. Vor allem Emma Spitz sorgte mit einer starken Schlussrunde noch für einen versöhnlichen Abschluss in Rabat.
Der traditionsreiche Royal Golf Dar Es Salam (Blue Course) präsentierte sich einmal mehr als anspruchsvoller Präzisionstest. Enge Spielbahnen, schnelle Grüns und die taktisch schwierige Platzanlage verlangten den Spielerinnen über die gesamte Woche hinweg Geduld und ein kontrolliertes Course Management ab.
Während Katharina Mühlbauer mit einer starken 71 (-2) zunächst sehenswert ins Turnier startete, hatte Emma Spitz zum Auftakt mit einer 75 (+2) bereits deutlichen Rückstand aufzuholen. Am zweiten Spieltag verliefen die Entwicklungen dann gegensätzlich: Spitz stabilisierte ihr Spiel mit einer 73 (Par) und schaffte damit noch knapp den Cut, Mühlbauer fiel dagegen nach einer 77 (+4) deutlich zurück. Beide Österreicherinnen starteten damit nur aus dem hinteren Mittelfeld in die Finalrunde.
Am Samstag gelang vor allem Spitz noch eine klare Leistungssteigerung. Nach verhaltenem Beginn mit frühem Bogey hielt die Niederösterreicherin lange die Fehlerquote niedrig und fand im Finish schließlich auch offensiv besser ins Spiel. Mit mehreren späten Birdies unterschrieb Spitz zum Abschluss eine 71 (-1) und damit ihre beste Runde der Woche. Dadurch arbeitete sie sich im Klassement noch etwas nach vorne und sorgte zumindest für einen halbwegs versöhnlichen Abschluss des Marokko-Stopps.
Katharina Mühlbauer kam hingegen auch am Finaltag nicht entscheidend in Schwung. Die Salzburgerin notierte auf dem schwierigen Kurs eine 73 (Par) und blieb damit weiterhin im hinteren Bereich des Leaderboards. Vor allem die fehlende Konstanz auf den Grüns verhinderte während der gesamten Woche ein besseres Resultat.
Den Sieg beim traditionsreichen Lalla Meryem Cup sicherte sich Anna Huang mit 14 unter Par.
Aus österreichischer Sicht bleibt damit eine insgesamt durchwachsene Woche in Rabat. Dennoch konnten beide Österreicherinnen nach dem frühen Aus in Hamburg zumindest wieder wichtige Turnierrunden auf der Ladies European Tour absolvieren und Erfahrungen auf einem der anspruchsvollsten Kurse im LET-Kalender sammeln.
Lalla Meryem Cup
LeaderboardTurniervorschau
Die Ladies European Tour gastiert in dieser Woche mit dem traditionsreichen Lalla Meryem Cup in Marokko. Das Turnier in Rabat zählt seit vielen Jahren zu den Fixpunkten im LET-Kalender und wird parallel zur Herrenveranstaltung Trophy Hassan II ausgetragen. Für die Spielerinnen geht es beim dreitägigen Event um wichtige Punkte im Race to Costa del Sol sowie um ein Preisgeld von insgesamt 450.000 Euro.
Gespielt wird auf dem renommierten Royal Golf Dar Es Salam (Blue Course) vor den Toren von Rabat. Der klassische Parklandkurs gilt mit seinen engen, von Bäumen gesäumten Spielbahnen und anspruchsvollen Grüns als echter Präzisionstest. Besonders das Course Management und ein starkes Eisenspiel sind auf dem traditionsreichen Layout gefragt, das seit Jahrzehnten internationale Spitzenevents beherbergt.
Auch heuer präsentiert sich das Feld international stark besetzt. Zahlreiche etablierte LET-Spielerinnen sowie mehrere aktuelle Turniersiegerinnen nützen den Marokko-Stopp als wichtigen Formtest vor den kommenden Sommerturnieren. Titelverteidigerin ist die Engländerin Cara Gainer, die sich im Vorjahr erst im Playoff den Sieg sichern konnte.
Aus österreichischer Sicht stehen erneut Emma Spitz und Aufsteigerin Katharina Mühlbauer im Fokus. Zwar haben beide Österreicherinnen heuer auf der Ladies European Tour bereits mit starken Ergebnissen aufgezeigt, zuletzt lief es für das heimische Duo allerdings überhaupt nicht nach Wunsch. Beim German Masters in Hamburg verpassten sowohl Spitz als auch Mühlbauer vergangene Woche den Cut, wodurch die Formkurve zuletzt doch einen spürbaren Knick nach unten zeigte.
In südlicheren Gefilden soll nun allerdings die Trendwende gelingen. Vor allem die Bedingungen dürften sich deutlich angenehmer präsentieren als zuletzt im hohen Norden Deutschlands, wo sich das Wetter während der Eisheiligen von seiner unangenehmen Seite zeigte. In Rabat hoffen beide Österreicherinnen nun auf freundlichere Temperaturen – und auf eine sportliche Rückkehr in ruhigere Fahrwasser. Vor allem auf dem taktisch anspruchsvollen Kurs werden Geduld, Präzision und ein stabiler Rhythmus über drei Tage entscheidend sein.
Bildernachweis
| Image | Copyright | Autor |
| ###IMAGE### | ###COPYRIGHT### | ###AUTHOR### |