
BMW Championship
PGA Tour – 20.-23. August 2026 | Bellerive Country Club St. Louis, USA
Serie nach fünf Jahren gerissen: Straka verpasst die Tour Championship
Bittere Zäsur im Playoff-Kalender von Sepp Straka: Nach Runden von 73, 68, 65 und 72 beendet Österreichs Nummer 1 die BMW Championship im Bellerive Country Club auf Rang 33 und rutscht im FedEx-Cup vom 39. auf den 40. Platz – damit verpasst der 33-Jährige zum ersten Mal in fünf Jahren in Folge die Tour Championship in Atlanta. Den Titel beim mit 20 Millionen US-Dollar dotierten zweiten Playoff-Event holt sich souverän der Amerikaner Wyndham Clark, der mit einer 70er-Finalrunde und gesamt -17 drei Schläge vor Patrick Cantlay ins Ziel kommt und seinen bereits dritten PGA-Tour-Titel der Saison einfährt.
Für Straka war die Ausgangslage vor der Woche in St. Louis klar: Als 39. des FedEx-Cup-Rankings brauchte er im 50-Spieler-Feld ein absolutes Topergebnis – realistisch die Top 10 – um sich noch unter die entscheidenden Top 30 für Atlanta zu arbeiten. Nach der spürbaren Formsteigerung beim ersten Playoff-Event in Memphis in der Vorwoche (T39mit fehlerloser 66er-Schlussrunde) reiste Österreichs Nummer 1 zwar mit gutem Gefühl nach Missouri – zum Auftakt holten den Vierfach-PGA-Tour-Champion aber wieder jene „Fehlergeister" ein, die ihn schon in den vergangenen Monaten begleitet hatten. Kleine Unpräzisionen und Schnitzer summierten sich zu einer 73 (+3), mit der Straka nur den geteilten 48. belegte und die benötigte Ausgangslage bereits deutlich verlor.
Der Finaltag begann mit spürbarem Druck – Straka lief das ganze Turnier über einer Vorgabe hinterher, die kaum Raum für Fehler ließ. Nach zäher erster Turnierhälfte kämpfte er sich zwar auf der 14 aus rund zwei Metern noch zu einem Birdie zurück, doch mehr wollte am Sonntag nicht mehr gelingen. Am Ende stand eine 72 (+2), die das benötigte Topergebnis deutlich verfehlte und den Sprung nach Atlanta endgültig kostete. Damit endet für die aktuelle Nummer 30 der Welt eine bemerkenswerte Serie: Fünfmal in Folge hatte Straka das Saisonfinale der Top 30 erreicht, mit T7 im Jahr 2022 sogar sein Karriere-Bestergebnis in der FedEx-Cup-Wertung eingefahren.
An der Spitze in St. Louis dominierte Wyndham Clark die Woche. Mit fünf Schlägen Vorsprung ging er in den Finaltag und ließ auch bei einer soliden 70er-Runde nichts mehr anbrennen. Der US-Amerikaner reiht damit nach seinen bisherigen Saisontriumphen den dritten PGA-Tour-Titel des Jahres aneinander und kassiert die 3,6 Millionen US-DollarSiegprämie. Patrick Cantlay wird mit -14 Zweiter, dahinter reiht sich Rory McIlroy ein: Der Nordire war am Finaltag zwischenzeitlich der aussichtsreichste Verfolger, ein bitterer Bogey am Par-5 der 17 kostete ihn aber die realistische Chance auf einen Playoff-Zutritt. Titelverteidiger und Vorwochensieger Scottie Scheffler hatte nach einer 72 (+2) zum Auftakt zu viel Boden liegen gelassen und spielte nie um die Spitze mit. Als einziger Spieler aus der Verfolgergruppe schaffte Sungjae Im noch den Sprung in die Top 30 für Atlanta.
Turniervorschau
Nach dem Auftakt in Memphis geht mit der BMW Championship von 20. bis 23. August das zweite von drei FedExCup-Playoff-Events über die Bühne. Austragungsort ist heuer der Bellerive Country Club in St. Louis, wo mit 20 Millionen US-Dollar Preisgeld erneut ordentlich Geld zu verdienen ist. Nach dem Wochenende scheiden wie gewohnt jene Spieler aus, die außerhalb der Top 50 der Jahreswertung liegen und sich damit auch das Ticket für das Tour-Finale in Atlanta verscherzen.
Der altehrwürdige, von Robert Trent Jones Sr. entworfene Par-70-Kurs war zuletzt 2018 im Rahmen der PGA Championship Schauplatz der PGA Tour und stellt damit für die meisten Spieler echtes Neuland dar. Bekannt ist das Gelände vor allem für seine tückischen Bunker in den Landezonen sowie stark ondulierte Grüns, die schon so manchem Spieler in der Vergangenheit einiges an Nervenstärke abverlangten.
Straka mit Rückenwind ins zweite Playoff-Event
Sepp Straka reist mit einer positiven Grundstimmung nach St. Louis. Zwar verliefen die ersten beiden Runden in Memphis eher unspektakulär, doch am Finaltag zeigte Österreichs Nummer eins mit einer fehlerfreien 66 eindrucksvoll, wozu er in Bestform fähig ist – ein starkes Signal und wertvoller Vertrauensschub für die anstehende Aufgabe. Dank dieser überzeugenden Schlussrunde behauptete er sich solide im FedEx-Cup und geht als 39. der Jahreswertung mit einer klaren Zielsetzung in die BMW Championship.
Um zum fünften Mal in Folge bei der Tour Championship in Atlanta unter den besten 30 dabei zu sein, braucht es in Missouri ein weiteres starkes Auftreten – die Marschroute ist also klar vorgegeben. Zwar hängt viel auch vom Abschneiden der Konkurrenz ab, doch mit einer Top-10-Platzierung hätte Straka gute Karten, sein Ziel zu erreichen. Der ihm noch unbekannte Bellerive-Kurs bietet dafür eine spannende neue Bühne, auf der der 33-Jährige seine zuletzt wiedergewonnene Form unter Beweis stellen kann.
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