Amgen Irish Open
DP World Tour - 10.-13. September | Trump International Golf Links & Hotel, Doonbeg, Ireland
Steinlechner und Wiesberger mit starkem Wochenausklang
Für die drei österreichischen Starter verlief die Amgen Irish Open insgesamt erfreulich.
Maximilian Steinlechner lieferte dabei das beste Resultat ab. Der Tiroler zeigte sich am Finaltag über weite Strecken souverän von Tee bis Grün und sammelte mehrere Birdies ein, ehe ihm auf halber Strecke ein Doppelbogey kurzzeitig den Schwung nahm. Auf den Fehler fand er jedoch prompt die passende Antwort und blieb damit bis zum Schluss in Schlagdistanz zu den Top 10. Mit der finalen 68er-Runde beendete er das Turnier auf einem starken 14. Platz und reist damit in ausgezeichneter Form zur DP World Tour nach Wentworth weiter.
Auch Bernd Wiesberger präsentierte sich konstant. Nach einem verhaltenen Start fand der Burgenländer rasch wieder zu seinem Spiel und schob sich mit mehreren Birdies über die Runde noch näher an die Spitzenränge heran. Erst im Finish schlichen sich noch zwei Fehler ein, dennoch stand am Ende mit der 69er-Runde erneut ein Ergebnis unter Par zu Buche. Wiesberger beendete das Turnier auf Rang 22 und tritt damit ebenso in guter Verfassung die Reise zum 9-Millionen-Event nach Virginia Water an.
Sepp Straka tat sich hingegen schwerer, seinen Rhythmus zu finden. Erst am Schlusstag zeigte Österreichs Nummer eins zeitweise sein wahres Potenzial und hielt sein Score über weite Strecken im Minusbereich, ehe ihm ausgerechnet am letzten Loch ein Doppelbogey die Chance auf die erste rote Runde der Woche noch kostete. Mit Rang 63 blieb das Ergebnis für ihn hinter den Erwartungen zurück – dennoch war der Start in Irland für die laufende Ryder-Cup-Qualifikation ein weiterer wichtiger Baustein.
An der Spitze setzte sich Shane Lowry vor heimischem Publikum durch: Mit sensationellen 23 unter Par und einem Rekordvorsprung von 11 Schlägen feierte der Ire seinen ersten Einzelerfolg seit 2022.
Turniervorschau
Mit der Amgen Irish Open kehrt eines der Prunkstücke des DP-World-Tour-Kalenders von 10. bis 13. September zurück an die Wildatlantikküste: Austragungsort ist der Trump International Golf Links & Hotel in Doonbeg, wo neu gestaltete Bahnen – allen voran das komplett überarbeitete 18. Loch, nun ein 462 Yards langes Par 4 mit anspruchsvoller Anspielung gegen den vorherrschenden Wind – auf ein hochkarätig besetztes 138-Spieler-Feld warten. Angeführt wird das Starterfeld von Titelverteidiger Rory McIlroy, der als klarer Favorit ins Turnier geht, ergänzt um weitere Ryder-Cup-Größen wie Jon Rahm, Shane Lowry und Robert MacIntyre sowie Team-Europe-Kapitän Luke Donald. Auch eine starke dänische Fraktion um Rasmus und Nicolai Højgaard sowie Rasmus Neergaard-Petersen ist mit von der Partie.
Für Österreich sind gleich drei Spieler am Start: Sepp Straka, Bernd Wiesberger und Maximilian Steinlechner.
Sepp Straka feiert in Doonbeg sein Debüt bei der Irish Open und konzentriert sich während der Fall Series der PGA Tour aktuell verstärkt auf die DP World Tour. Österreichs Nummer eins erhofft sich in Irland nicht nur wertvolle Punkte für die neue Ryder-Cup-Qualifikation, sondern auch fürs Race to Dubai, um sich womöglich noch für die Finalturniere im Nahen Osten ins Spiel zu bringen. "Ich freue mich, die Irish Open zum ersten Mal zu spielen und Doonbeg zu erleben. Irland hat eine so stolze Golftradition, und es ist immer besonders, vor einem so leidenschaftlichen Publikum anzutreten", so Straka im Vorfeld.
Bernd Wiesberger reist mit breiter Brust nach Doonbeg, nachdem er in der Vorwoche in der Schweiz vor allem am Wochenende stark aufgezeigt hatte. Der Burgenländer hat zudem eine besondere Affinität zu diesem Turnier: In sechs Irish-Open-Starts landete er bereits dreimal unter den besten vier, zweimal davon als Runner-up – zuletzt nur knapp geschlagen von Jon Rahm. Mit seiner Erfahrung auf Links-Kursen, unterstrichen durch seinen Sieg bei der Scottish Open 2019, zählt er auch heuer zu den Spielern, denen in Doonbeg einiges zuzutrauen ist.
Maximilian Steinlechner macht das österreichische Trio komplett und wird versuchen, sich in einem der stärksten Felder der jüngeren Turniergeschichte zu behaupten.
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