Do, 6. August 2020

European Tour mit Markus Brier

Das nationale Sahnehäubchen heißt Markus Brier

Von Armin Holenia

Der österreichische Top-Golfer qualifizierte sich mit 51 Jahren für die  Austrian Open in Atzenbrugg (9. bis 12 Juli) / Auch ein Start bei den EURAM Bank Open im Adamstal (15. bis 18. Juli) steht in Aussicht / Insgesamt stehen 13  Österreicher im Aufgebot für die beiden kommenden European-Tour-Turniere

Eine großartige Aufwertung erfährt nicht nur die österreichische Teilnehmerschaft bei den  nächstwöchigen Austrian Open 2020, sondern auch das gesamte Turnier im Diamond Country Club in Atzenbrugg an sich. Mit Markus Brier findet sich nämlich ein Name in der Nennliste des European-Tour-Events, der mit rotweißroter Golf-Historie untrennbar verbunden ist.

„Es ist lustig“ sagt der zweifache European-Tour- (2006 die Austrian Open beim GC Fontana in Oberwaltersdorf, 2007 die Volvo China Open) und insgesamt sechsfache Turniersieger. „Ich habe mich über die kürzlich gespielten nationalen Meisterschaften für Atzenbrugg qualifiziert und freue mich natürlich, dass ich dabei bin.“

Mit den Jungen messen will sich der nur noch heute 51-jährige Wiener (Brier wird morgen 52) nicht. „Ich gehe das Ganze sehr, sehr entspannt an“ erklärt Brier. „Auf einen Vergleich mit den Topspielern von heute will ich mich gar nicht einlassen. Ich spiele mein Spiel, das ich seit 25 Jahren, also seit ich Profi bin, spiele. Das wird sicher immer noch ganz gut sein, obwohl ich gerade in Atzenbrugg eigentlich nie so tolle Resultate geholt habe. Aber ich hoffe, dass der Platz diesmal schwer zu spielen ist und ich dann mit meiner Routine vielleicht entscheidend punkten kann.“ Schwer oder nicht schwer, sei’s drum – ein Markus Brier in Atzenbrugg ist in jedem Fall ein nationales Sahnehäubchen auf dem mit 500.000 Euro dotierten Golf-Kuchen namens Austrian Open 2020. Brier: „Die Austrian Open sind nun einmal unser Heim-Turnier. Da ist man einfach gerne dabei.“ Ob er auch eine Woche darauf bei den EURAM Bank Open im Adamstal spielen wird, lässt Markus Brier noch offen, wagt jedoch einen Vorgriff, der Hoffnung macht. „Es schaut gut aus, dass es so sein wird.“

Das weitere Aufgebot der Österreicher für die beiden internationalen Heimspiele bilden die Steirer Martin Wiegele, Lukas Nemecz, Timon Baltl, Gerold Folk, der Salzburger Lukas Lipold und die Niederösterreicher Sebastian Wittmann und Markus Habeler als Profis. Von den Amateuren wurden der Steirer Niklas Regner der Tiroler Maximilian Steinlechner und der Niederösterreicher Laurenz Kubin für Atzenbrugg nominiert. Maximilian Lechner aus Nieder- und Christoph Bleier aus Oberösterreich schlagen dann im Adamstal ab.