Sa, 29. Juni 2019 Diamond Country Club

European Amateur Championship

Steinlechner holt Platz 3 bei Heim-Europameisterschaft

Nicola Wolf

Maximilian Steinlechner sichert sich im Diamond Country Club den geteilten dritten Platz, Matthias Schmid ist neuer Europameister.

Die European Amateur Championship 2019 ist Geschichte. Aus österreichischer Sicht wurde die Heim-Europameisterschaft im Diamond Country Club nach eher verhaltenem Start noch eine echte Erfolgsgeschichte.

Bei der Einzel-Europameisterschaft der Herren, die vom 26. bis 29. Juni im Diamond Country Club ausgetragen wurde, holte der ÖGV Nationalteamspieler Maximilian Steinlechner den geteilten dritten Platz. Den Sieg ließ sich der Drittrundenführende Matthias Schmid nicht mehr aus der Hand nehmen und wird als zweiter Deutscher Europameister. Silber ging an Euan Walker aus Schottland.

Der erst 19-Jährige vom GC Innsbruck-Igls ging mit zwei Zählern Rückstand als Zweitplatzierter mit dem führenden Deutschen in die letzte Runde. Gleich am ersten Loch konnte Schmid seinen Vorsprung erhöhen, indem er am Par 4 der 1 seinen Putt zum Birdie verwandelte. Während Steinlechner seine Birdie-Chancen nicht nutzen konnte und ein Par nach dem anderen mitnahm, sollte bei dem Deutschen alles funktionieren und er baute seine Führung mit einem Eagle am 4. Loch und einem Birdie auf Bahn 7 auf insgesamt sechs Schläge aus. Indes musste Steinlechner auf Loch 7 ein Bogey hinnehmen und verlor damit weiter an Boden.

Selbst ein Doppelbogey auf Bahn neun konnte den Zug zum Titel des Deutschen nicht stoppen. Schmid behielt die Nerven und ließ sich nicht beirren, zumal die Konkurrenten nicht zwingend Druck auf ihn ausüben konnten. Mit einem Birdie auf Bahn 12 baute Schmid seinen Vorsprung auf sechs Zähler aus und hatte damit gegenüber dem Start in die Runde nochmals vier Schläge mehr zwischen sich und dem Zweitplatzierten gebracht. Steinlechner musste indes ein weiteres Bogey hinnehmen und brachte den Podiumsplatz in Gefahr. Nach einem bitteren Chip-Dreiputt am 16. Loch rutschte Steinlechner sogar auf den geteilten fünften Platz zurück, ehe er am Schlussloch einen spektakulären Schlag aus dem Hut zog und beinahe zum Hole in One einlochte. Mit einem abschließenden Birdie brachte er sich zurück auf insgesamt neun unter Par und sicherte sich den geteilten dritten Rang.

„Mit der heutigen Runde kann ich natürlich nicht zufrieden sein, mir sind vier Putts ausgelippt und ich konnte meine Chancen nicht nutzen“, erklärte Steinlechner. „Über den dritten Platz freue ich mich dennoch riesig. Dass ich keine Medaille mit nach Hause nehmen kann ist schade, aber die Platzierung ist dennoch dieselbe.“

Zwar durfte sich Steinlechner über den geteilten Dritte Rang freuen, aufgrund der Richtlinien der EGA fiel Steinlechner schlussendlich jedoch aus den Medaillenrängen. „Maxi hatte heute einen schwierigen Tag am Platz. Er hat solide gespielt, konnte seine Chancen allerdings nicht nutzen und machte ein paar kleine Fehler, die gleich in Bogeys endeten,“ kommentierte ÖGV Sportdirektor Niki Zitny. „Dass wir aufgrund der EGA Richtlinien keine Medaille bekommen haben ist natürlich sehr schade, dennoch freuen wir uns sehr mit ihm über das hervorragende Ergebnis.“

Daniel Hebenstreit unterschrieb am Samstag trotz zwei Doppelbogeys eine 73 und beendete die European Amateur Championship mit einem Gesamtscore von zwei Schlägen über Par an geteilter 40. Stelle.

„Natürlich hätte ich mir erhofft, dass mehr österreichische Spieler den Cut schaffen. Unser Ziel war es, dass zumindest vier von elf Österreichern die Finalrunde erreichen – das hätte prozentuell auch dem Feld entsprochen. Dass es nur zwei im Endeffekt geschafft kann daher nicht zufriedenstellend sein“, gab sich Nationalteamtrainer Ulf Wendling kritisch. „Umso erfreulicher ist der geteilte dritte Platz von Maxi Steinlechner. Bereits gestern auf der Range hat er die Bälle sensationell getroffen und eine echt tiefe Runde war schon absehbar. Dass heute einfach nichts fallen wollte war sehr schade. Ein dritter Platz bei so einem Turnier ist nichtsdestotrotz hervorragend.“

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