So, 2. Februar 2014 Emirates GC, Emirates

Dubai Desert Classic

Bernd Wiesberger sichert sich mit fulminantem Finish sein erstes Topergebnis der neuen Saison.

Am Finaltag der 25. Dubai Desert Classic ist Bernd Wiesberger öfter im TV-Bild als der um 3 Millionen Dollar eingekaufte Tiger Woods. Diese Ehren verdient sich der Österreicher durch fantastische Back 9, für die er nur 32 Schläge benötigt und damit noch für Platz 9, sein bestes Karriereergebnis im Rahmen des Desert Swing der European Tour sorgt. “Was für Back 9! Aber jetzt bin ich nach anstrengenden Wochen wieder froh nach Hause zu fliegen.”

So wie bereits vor zwei Jahren findet Österreichs Nummer 1 nach zwei Nullnummern in Abu Dhabi und Qatar seine Form in der Luxusoase von Dubai. Als einer der Allersichersten im Feld trifft er über 80% der Grüns, kassiert in der Woche nur vier Bogeys und punktet somit am Ende selbst mit geringer Birdiequote.

Dabei hatte es nach den ersten 9 Löchern am Finaltag noch düster ausgesehen: bei perfekten Bedingungen verputtet der Oberwarter zu Beginn neuerlich und fällt mit zwei Bogeys bei nur einem Birdie zwischenzeitlich sogar aus den Top 30 heraus.

Turniere entscheiden sich jedoch auf den letzten 9 Löchern und Wiesberger zündet noch einmal eines seiner bekannten Finishes. Von Loch 10 weg versenkt er vier Birdieputts auf 5 Löchern und wird gegen Ende der Runde heuer erstmals von der European Tour-Production ins Fernsehbild gerückt. Auf den beiden Schlusslöchern packt er wirkungsvoll den Hammer aus: das drivebare 17. Grün schießt er perfekt an und chipt beinahe vom Vorgrün zum Eagle ein, aber auch das Birdie pusht ihn unter die Top 10.

Kein Gedanke mehr am Schlussloch an die “9” vom Vorjahr, Bernd überwindet diesmal souverän mit dem zweiten Schlag das Wasserhindernis und legt sich einen langen Eagleputt auf. Etwas zu forsch geht er an die Sache heran, und verpasst noch den Retourputt aus vier Metern zum Birdie.

Aber auch seine zweite 68 am Wochenende untermauert die Formsteigerung von Tag zu Tag, die aus dem Freitagskampf um den Cut am Ende noch ein absolutes Topergebnis macht. Mit Platz 9 bei 12 unter Par schreibt er satt im neuen Race to Dubai an und sichert sich endgültig auch den Startplatz für das World Match Play, dem ersten World Golf Championship-Event des Jahres für die besten 64 im World Ranking: “Auf das World Match Play werde ich mich jetzt daheim gut vorbereiten,” freut er sich über die Teilnahme, für die es im Vorjahr knapp nicht gereicht hatte.

Gallacher der erste erfolgreiche Titelverteidiger

Was weder Tiger Woods noch dem dreifachen Dubai-Champion Ernie Els in 25 Jahren gelang, schafft Stephen Gallacher auf Anhieb. Trotz eines verpatzten Starts in den Sonntag mit vier Bogeys findet der Schotte noch rechtzeitig wieder Tritt und verteidigt mit der Par-Runde bei 16 unter Par erfolgreich seinen Titel.

Rory Mcilroy hatte bereits nach 28 Löchern im Turnier, wo er auf 12 unter Par allen davongezogen war, sein Pulver verschossen. Auch Freundin Caro Wozniacki kann an seiner Seite keine Stabilität in sein Spiel bringen. Nach der wilden 74 zum Abschluss teilt sich der Nordire den 9. Platz mit Wiesberger bei -12. Stocksteif quälte sich Tiger Woods durch vier Turniertage und schließt nach farbloser 71 das Kapitel Dubai auf Platz 41 ab. Bester Deutscher wird Marcel Siem dank der 69 auf Platz 37, Maxi Kieffer erreicht Platz 54.

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